Römisches Filmfest prämiert Liebesdrama

24. Oktober 2009, 09:58
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"Bruderschaft" handelt von verbotener Männerliebe zwischen zwei Neonazis - US-Regisseur Reitman ging leer aus

Das dänische Erstlingswerk Bruderschaft, in dem Nicolo Donato eine verbotene Männerliebe zwischen zwei jungen Neonazis schildert, ist auf der Festa del Cinema in Rom zum besten Film gekürt worden. Als beste Schauspielerin zeichnete die Jury Helen Mirren aus, die im deutschen Film Ein russischer Sommer die Frau des Schriftstellers Leo Tolstoi verkörpert.

Den Preis für die beste männliche Hauptrolle holte sich Sergio Castellitto für seine Darstellung eines sizilianischen Familienvaters im Film Kopf hoch. Der Sonderpreis der Jury und der Publikumspreis gingen an den Film Der Mann, der kommen wird. Darin schildert der italienische Regisseur Giorgio Diritti das Nazi-Massaker in Marzabotto, für das der österreichische SS-Mann Walter Reder zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.

Der US-Regisseur Jason Reitman, dessen Teenagerkomödie Juno die erste Auflage des Festivals gewonnen hatte, ging leer aus. Sein Film Up in the air mit George Clooney in der Hauptrolle hatte zu den Favoriten gezählt. Die Schauspielerin Meryl Streep wurde in Rom mit einem Spezialpreis für ihre Karriere bedacht. Die silberne Mark Aurel-Statuette für den besten Dokumentarfilm ging an der Briten Andrew Lang für Sons of Cuba.

Der Jury unter dem Vorsitz von Milos Forman gehörte auch die österreichische Schauspielerin Senta Berger an. Über 100.000 Zuschauer sahen bei der Festa del Cinema 85 Filme aus 43 Ländern. (mu/derStandard.at, 24.10.2009)

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    Regisseur Nicolo Donato mit seinem Preis für Bruderschaft.

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