Nach Abschiebung: Verzweifelte Familie will heim nach Österreich

23. Oktober 2009, 23:21

Tschetschenische Familie mit sieben Kindern in Polen auf die Straße gesetzt

Graz/Wien/Warschau - "Wieso dürfen die anderen in Österreich bleiben und wir nicht?", fragt die 15-jährige Tschetschenin immer wieder weinend, als sie sich am Donnerstagabend das erste Mal beim STANDARD telefonisch aus Polen meldet, "wir wollen in Österreich leben". Sie ist eines der sieben Kinder eines Ehepaares, das - wie mehrmals berichtet - bis zum Sommer über drei Jahre in Österreich lebte. Im Sommer ging die neunköpfige Familie aus Angst vor einer Abschiebung nach Polen in die Schweiz.

Am Mittwoch wurde sie nun von dort nach Polen geflogen, obwohl das Land für Tschetschenen laut Amnesty International absolut nicht sicher ist. Der Vater soll dort vom russischen Geheimdienst Morddrohungen erhalten haben. Dass die Familie in ihrer Heimat politisch verfolgt und der Vater gefoltert wurde, spielte keine Rolle, ebenso wenig mehrere ärztliche Atteste wonach die Eltern traumatisiert sind, die Mutter schwer an Hepatitis C erkrankt ist und eine der Töchter, die mit ansah, wie man in Tschetschenien Verwandte erschoss, selbstmordgefährdet ist.

"Seit zwei Tagen nichts zu Essen bekommen"

Der Grund, warum diese Familie in Österreich und der Schweiz kein Asyl bekam, ist das Dublin-Abkommen der EU, wonach das erste EU-Land, das Flüchtlinge betreten, für diese verantwortlich ist. (Das Dublin-Abkommen gilt auch in der Schweiz.) Ein humanitäres Bleiberecht hätte Österreich trotzdem gewähren können. Doch aus dem Büro von Innenministerin Maria Fekter hieß es schon vor Monaten, es seien "keine menschenrechtliche Probleme in Polen bekannt".

"Wir haben seit zwei Tagen nichts zu Essen bekommen", erzählt die Tochter der Familie, für die in ihrer Schule bei Graz Schüler wie Lehrer Unterschriften sammelten, weil sie wollten, dass sie hier bleiben kann. Das Flüchtlingszentrum Debak, wo die Familie die ersten beiden Tage zu neunt in einem Zimmer mit vier Betten verbringen musste, soll laut Michael Genner von der Organisation Asyl in Not, die die Familie in Österreich vertrat, tatsächlich "ein ganz schlimmes Lager" sein. Die Mutter der Familie, die in der Schweiz und Österreich einige Wochen im Krankenhaus verbringen musste, hat dort keine medizinische Versorgung. Am Freitag soll sich die Lage schließlich noch weiter verschärft haben: Man setzte die Familie bei Regen auf die Straße und sagte ihnen, sie sollten sich selbst etwas zu Essen und eine Unterkunft suchen. "Aber wir haben überhaupt kein Geld", sagt die Tochter am Telefon.

Ein wenig Geld gäbe es in für die Familie in Österreich, denn nach einem Entscheid des Unabhängigen Verwaltungssenats Steiermark wurde der Vater hier nach einem gescheiterten Abschiebeversuch im Frühling rechtswidrig mehrere Woche inhaftiert. Die Haftentschädigung, die ihm zusteht, konnte ihm aber nicht mehr ausbezahlt werden. (Colette M. Schmidt)

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mstislav raskachlovitsch
06.11.2009 10:55
und warum ist nicht die Schweiz "daheim"?

....oder doch Polen.....?

Prolet
04.11.2009 06:48
Eine islame Familie findet in den Emiraten reiche Glaubensbrüder!

Bei uns ist das Elend von 1 Million Mindestrentner schon reichlich.

Die Millionäre wie Cap oder sonstige Bonzen vertreten uns kräftig und mit Hang zum Reichtum.

Von sich selber.

Schwellenpreis
03.11.2009 09:48
Wie ging die Geschichte weiter?

Vor 10 Tagen wollte die Familie nach Österreich - wo sind die Leute jetzt?

Chien de Pique 
04.11.2009 18:44

Schließe mich dem an, bitte recherchieren und berichten!
Ich gehe zwar eher davon aus, dass es sich tendenziell zum Guten entwickelt hat, weil man nichts mehr hört, aber hungernd und ohne Geld im Regen stehend, das ist schon ein quälender Cliffhanger.

Lord Schaumloeffel 
30.10.2009 11:11
hmmm, nach einem blick auf die überschrift:

"tschetschenische familie will heim nach österreich" frage ich mich: wo ist daheim? in österreich?

Srta. Ofelia
30.10.2009 14:23

Nein. Denn in Polen gibt es keinen öffentlichen Skandal wenn ein Asylantrag abgelehnt wird. Es gibt auch keine Folgeanträge, Berufungen etc... Ausserdem akzeptieren die Polen nicht dass der Mann auf dem Bild sich für Minderjährig und seine Kinder als Geschwister erklärt. Und es gibt in Polen kaum NGOs und Anwälte, die einem auch bei abgelehntem Antrag weiter ermutigen neue Wege zu probieren. Weiters gibt es dort keine so gute und kostenlose Krankenhausbehandlung und keine gratis psychiatrische Hilfe. Ausserdem sprechen die Behörden dort nur polnisch und was die grössere Frechheit ist, auch in den Schulen verlangen die Lehrer Polnisch von den Kindern. Die Strafen bei Schwarzfahren sind drakonisch, die Gefängnisse sind Schmutzig, und...

Etsch1
30.10.2009 20:45

Da gibts noch Ordnung in Polen..

Das Wort
30.10.2009 08:50
Wären die zufrieden, schickte man die Kinderbeihilfe, Familienbeihilfe, Arbeitslose, etc. nach Polen?

Doc_Renbert
30.10.2009 20:06
zumindest Arbeitslose...

...bekommt man nur wenn man - raten (!) - angemeldet gearbeitet hat.

mstislav raskachlovitsch
06.11.2009 10:53
Arbeitslose gibts auch, wenn....

man im Gefängnis zumindest 12 Monate div. Hilfsarbeiten durchgeführt hat (zB Sackl-Picken gehört da schon dazu....)

Doc_Renbert
06.11.2009 11:20
ah grad selbst geschaut...

..dazu muss man in Haft auch arbeitslosenversicherungspflichtig beschäftigt sein.

Doc_Renbert
06.11.2009 11:00
aha...

..wusste ich nicht und kann ich mir nicht vorstellen. Gibt's da eine Quelle dafür ?

Der rote Pate
31.10.2009 09:42
Sonst heißt das doch Sozialhilfe, oder??

Etsch1
30.10.2009 20:46

Deshalb verbietet Österreich auch jede Arbeitsmöglichkeit für Asylanten im Wartestadium

G U T M E N S C H
28.10.2009 08:34
Wer hat mich gerufen?

Peter Maurer8 
27.10.2009 12:30
sind wir froh, dass es noch kein Transferkonto für die Familie

über die letzten 3 Jahre gab....völlig abgedrehte Politik hier im Land

Herr Lulli Pulli, seltsamer Attraktor   
26.10.2009 19:55
Es scheint, als gäb's einen Verräter

in diesem Privatforum ...

mstislav raskachlovitsch
06.11.2009 10:51
...Lulli Pulli - seltsamter Alttraktor......

bis hierher habe ich mich ja über die postings gar nicht sonderlich gewundert, weil ich immer nur "seltsamer ALTTRAKTOR" gelesen und auf längst überfälligen Ölwechsel gedacht hab......aber nun....

wfwer wgqawg
26.10.2009 22:29
Lieber Lulli Pulli,

Bitte geh ins Bett. Ich komm gleich ins Schlafzimmer und erzähl dir noch eine Gutenachtgeschichte. Und wegen deines kleinen Zumpferls reden wir morgen. :)

Dein Papa.

cyber ferkel
26.10.2009 18:10

Der Lullipulli nervt ja geeewaltig! Wo hat's den hergetrieben?

wfwer wgqawg
26.10.2009 21:43
Machen sie sich nicht über die Behinderung

meines Sohnes LULLI PULLI lustig!

Er ist auch ein Mensch! Er hat Gefühle!

Mama Analohne
26.10.2009 20:57
Besser Mama hätte ihn abgeTRIEBEN .....

jo eh
27.10.2009 14:32

geschmacklos.

referent lovejoy
27.10.2009 16:22

geschmacklos ist kinder zu kriegen und dann nicht lieb haben.

jo eh
27.10.2009 16:28

geschmacklos ist es, usern zu sagen, es wäre besser, sie wären abgetrieben worden.

sparen sie sich also ihren senf für andere postings

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