EU-Kommissar

Hahn würde Nominierung zustimmen

24. Oktober 2009 14:11

Stünde für Forschung und Entwicklung zur Verfügung - Faymann: Enscheidungsprozess sei noch im Gange

Wien - Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) wollte sich am Samstag nicht zu einer etwaigen Nominierung von Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) für den Posten des österreichischen EU-Kommissars äußern. Der Entscheidungsprozess sei noch in Gange, mit einer Entscheidung der Bundesregierung sei erst in etwa zwei Wochen zu rechnen, erklärte Faymann gegenüber Journalisten am Rande des Parteitages der SPÖ Burgenland in Eisenstadt.

Der Kanzler räumte ein Vier-Augen-Gespräch mit ÖVP-Obmann Josef Pröll ein, bei dem auch Hahns Name gefallen sei. Er stehe aber weiterhin zu einer Unterstützung der derzeitigen Kommissarin Benita Ferrero-Waldner. Grundsätzlich sprach sich Faymann gegen eine fortlaufende Personaldiskussion aus. In Zeiten der Wirtschaftskrise sollte für das Land gearbeitet werden, betonte er.

Zu einer möglichen Nominierung von Wilhelm Molterer (ÖVP) meinte Faymann in seiner Rede am SPÖ-Burgenland-Parteitag spitz: Jemanden der Neuwahlen (die Nationalratswahl 2008, Anm.) vom Zaun bricht, müsse man sich "genau anschauen".

Hahn zugestimmt

Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) würde seiner Nominierung für den Posten des österreichischen EU-Kommissars zustimmen. In einem vorab aufgezeichneten Interview für die "ZiB2" sagte Hahn am Freitagabend: "Ich bin vor vielen Wochen gefragt worden, ob mein Name im Zusammenhang mit einem Dossier für Forschung und Entwicklung genannt werden kann. Dem habe ich zugestimmt. " Die Entscheidung müssten aber Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Josef Pröll treffen. Die beiden sollen sich bei einem persönlichen Treffen am Freitag auf Hahn als Kompromisskandidaten geeinigt haben. Bestätigt wurde von den Sprechern beider Parteichefs bisher aber nur, dass es ein Treffen gegeben habe, wie dem STANDARD aus dem Büro Prölls mitgeteilt wurde, ist eine baldige Einigung nicht zu erwarten.

Auch in der Samstag-Ausgabe der Tageszeitung "Österreich" bestätigt Hahn seine Bereitschaft für einen Wechsel nach Brüssel: "Wenn es sein muss und meine Partei das explizit will, stünde ich natürlich zur Verfügung. Aber sicher nur für das Dossier Wissenschaft und sicher nur, wenn es unbedingt sein muss." Ein Wissenschaftsressort wäre aus Hahns Sicht "natürlich hervorragend für Österreich, weil es ein Zukunftsressort wäre, das auch eine Ausstrahlung auf die Stellung von Wissenschaft in unserem Land hätte. Wir wären dann in Europa Forschungsland Nr. 1. Das wäre eine tolle Perspektive".

Hahn plädiert aber nach wie vor für Ex-Vizekanzler Wilhelm Molterer: "Ich präferiere so wie meine Partei ganz eindeutig Willi Molterer. Er wäre der beste Kandidat für unser Land - keine Frage." (APA)

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Tinzi
25.10.2009 19:31

Der Plagiatist Hahn! Die Inkompetenz in Person-einer der schon nachgewiesenerweise bei seiner Dissertation geschwindelt hat. Österreich kann stolz auf seine Politiker sein!

tarte tatin
25.10.2009 15:28
tschüss tscho

vermissen wird ihn niemand, wohl nicht mal in der övaupe.

Heiner Müller
25.10.2009 13:28
Wer Neuwahlen vom Zaun bricht, den muß man sich genau anschauen

Ist ja eh sehr diplomatisch der Faymann?

Mat Schreiber
25.10.2009 12:02
Um Gottes Willen....der Hahn als Komissar..

...wieder ein Zeichen für unsere heutige "Taxi-Orange" Kultur. Wer am wenigsten kann, kommt am Weitesten...

ranchorelaxo
25.10.2009 11:46

eine frechheit diese art von postenschacher und vergabe solcher posten an unfähige, heimische politkaschperln...

chemicus
25.10.2009 11:43
Es ist schade,

aber scheinbar wird von unseren Politikern Bruxelles als eine Art Sondermülldeponie für unfähige Politiker gesehen. Fischler hat noch Respekt verdient, und laut Insidern hat auch Karas noch stille, aber gute Arbeit geleistet. Das Niveau das seit Schüssel geboten wird, ist mehr als peinlich. Ich widerspreche nicht einmal mehr, wenn ich im Ausland für einen Deutschen gehalten werde!!

thranduil -
25.10.2009 11:24
typisch

"Ein Wissenschaftsressort wäre aus Hahns Sicht "natürlich hervorragend für Österreich, weil es ein Zukunftsressort wäre, das auch eine Ausstrahlung auf die Stellung von Wissenschaft in unserem Land hätte. Wir wären dann in Europa Forschungsland Nr. 1. Das wäre eine tolle Perspektive"

Herr Hahn, Forschungsland Nr 1 wird man durch Investitionen in das Bildungssystem, inklusive der Unis in ihrem Zuständigkeitsbereich, und in F&E.

Nicht durch Kommissionsressorts. Die Aussage spricht Bände über Ihr Amtsverständnis.

Eigtl wäre es ja beschämend für Europa, gerade Österreich das Ressort zu überantworten. Da sind wir, das muss ich zugeben, mit Molterer in der Landwirtschaft besser aufgehoben. Von wegen Besitzstände verteidigen.

skyrock
25.10.2009 11:30
Ihnen wird die politische Sichtweise stets verborgen bleiben

die da lautet, wenn ich wo das Sagen habe bin ich Top.

Deshalb glaubt Hahn ja auch Österreichs größter Forscher zu sein.

Ruebezahl2
25.10.2009 11:06
Lest Wikipedia!

Hahns Dissertation:
„Es handelt sich um eine Arbeit minderer Qualität, die stellenweise an das Banale und sogar Peinliche grenzt. In ihrer Abfassung sind elementare Regeln des wissenschaftlichen Arbeitens vielfach mißachtet worden. Die Schlamperei grenzt an Fahrlässigkeit. Mit Wissenschaft hat das nur als abschreckendes Beispiel zu tun. “

Da sind Ferrero und Molterer 100 mal besser, vom Gusi ganz zu schweigen.

wolken kratzer
25.10.2009 10:13

ö-schwerpunkt im standard:

"in ö wird man zu einem großen mann, wenn man etwas auffällig nicht tut."

Max Ritter
25.10.2009 09:49
Herr Faymann hat zwar wie so oft ziemlich blamabel agiert, aber wurscht.

Hauptsache Herr Faymann hat auf seiner Seite noch die Dichands und die Fellners.
Und das garantiert, zumindest solange er die roten Ministerien in "Krone", "Heute" und "Österreich" weiterhin fast täglich ganzseitige Inserate für ÖBB usw. auf Kosten der Steuerzahler schalten lässt.

skyrock
25.10.2009 09:47
ein Kompromisskandidat ist immer dritte Wahl

Wieviel Demokratie ist es bitte?
25.10.2009 09:43
M. C. Escher
25.10.2009 09:24
womit sich die alte Regel wieder bestätigt: nur die Besten gehen nach Brüssel!

oder: Altgediente, welche zu Hause sogar schon Parteikollegen mit ihrer Inkompetenz nerven, werden "diskret" Entsorgt.

So sehr sich die Partei auch über die Abwesenheit von Strasser, Hahn und Co freuen mag (nein Herr Strasser - sie wurden NICHT wegen ihrer Beliebtheit nach Brüssel gelobt ;-)) - die EU als Endlager für Problemmüll zu zweckentfremden wird der Akzeptanz der selben wohl keinen großen Dienst erweisen...

Eleazar
25.10.2009 08:04

Hahn würde also zustimmen.

Und was meint das Volk hierzu?

Eleazar
25.10.2009 17:19

dem Schüssel-erben ist das Volk wurscht.

DasLebenIstSchwerUndDannStirbtMan
25.10.2009 07:26

ja klar, mit einem wissenschaftskommissar hahn wär österreich das europäische forschungsland nummer eins... auf welchem gebiet denn, herr hahn?
ich tippe auf soziologie und verhaltensforschung.

LT81
25.10.2009 09:41
wenn es wenigstens so wäre

Phryx Sodalis
25.10.2009 06:55

Hahn wäre schön blöd (oder schöner blöd, schön blöder) wenn er nicht gehen würde, die Studenten geben keine Ruhe und bei der Wienwahl kann er sich nur verbrennen, egal mit wem er koaliert.
Kann einem fast leid tun, der Gute.

pater hirni
25.10.2009 06:17
gute reise

und bleib dort.

Comedian
25.10.2009 01:24
Gut

Für die nächsten paar Kommissionen hat sich Österreich selbst disqualifiziert.

Brauchen wir uns wenigstens nicht schämen :)

dritter mann
 
25.10.2009 01:17
Hehe,

endlich, endlich mischt der Bundeskanzler die VP einmal so richtig auf. Nicht so gut dabei: Dass wir immer noch glauben, die größten Dodeln des Landes nach Brüssel abschieben zu müssen. Damit sind wir zwar nicht allein, aber so viel steht fest: Das hat die EU wahrlich nicht verdient!

Intimissimi
25.10.2009 01:15

EINARMIGER BANDIT!!!

Therimon
25.10.2009 00:45
Was alles in allem auffällt ist ...

... dass es nert einmal "schwarze Pro-Postings" zu Hahn gibt. Keine einzige.

krosser pruter
25.10.2009 00:05
coq d´or

war früher ein schönes restaurant in wien 1., ...

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