Rot- oder Weißwein zu Fisch?

26. Oktober 2009, 17:38
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Nun endlich wissenschaftlich untersucht: Mit dem Eisengehalt des Rotweins steigt der unangenehme Nachgeschmack

Tokio/Wien - Japanische Forscher um Takayuki Tamura haben die Daumenregel "Rotwein zu rotem Fleisch und Weißwein zu Fisch" untersucht, berichtet das Wissenschaftsmagazin "Journal of Agricultural and Food Chemistry". Eisenspuren im Rotwein sorgen nämlich dafür, dass der Wein zu Fisch und Meeresfrüchten einen unangenehmen ("fischigen") Nachgeschmack verursacht.

Die Forscher haben Weinverkostern unter anderem 38 verschiedene Rot- und 26 verschiedene Weißweine zu einem Jakobsmuschelgericht serviert. Einige der Weine enthielten geringe Spuren von Eisen - diese sind von Land zu Land und von Region zu Region verschieden hoch. Die Tester gaben an, dass Weine die mehr Eisen enthielten zu einem stärkeren fischigen Nachgeschmack führten. Der Fischgeschmack ließ übrigens nach, wenn eine Substanz zugeführt wurde, die Eisen bindet. Rotweine mit geringem Eisengehalt dürften demnach geschmacklich deutlich besser zu Fisch und Meeresfrüchten passen als jene mit höherem Eisengehalt. (pte/red)

  • Weiß- oder Rotwein zu Fisch und Meeresfrüchten? Dies hängt vom Eisengehalt des Rotweins ab - und natürlich den persönlichen Geschmacksvorlieben.
    foto: photodisc

    Weiß- oder Rotwein zu Fisch und Meeresfrüchten? Dies hängt vom Eisengehalt des Rotweins ab - und natürlich den persönlichen Geschmacksvorlieben.

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