c't: Nokia hat kaum Chancen gegen iPhone OS und Android

25. Oktober 2009, 12:03
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Handybauer hat Pflege seiner eigenen Softwareseite vernachlässigt

Überall dabei und ständig einsatzbereit: Ein Smartphone ist Handy, Internet-Zugang, Organizer, Kamera, Navi und Mediaplayer in einem. Installierbare Zusatzprogramme erweitern das Feld bei Bedarf um viele neue Anwendungen. Welche einem dabei zur Verfügung stehen, hängt vom Betriebssystem des Geräts ab, schreibt das Computermagazin c't in der Ausgabe.

Sieben Plattformen kämpfen derzeit um die Gunst der Käufer

Fast jedes Smartphone ist untrennbar an ein Betriebssystem gekoppelt, das zusammen mit der Hardware-Ausstattung maßgeblich vorgibt, was das Gerät kann. Sieben Plattformen kämpfen derzeit um die Gunst der Käufer. Anders als beim Handy können Smartphone-Besitzer ihre Software erweitern.  Die Bandbreite reicht von wenigen Programmen bis hin zu tausenden. Teils kommen sie von Software-Herstellern, teils entspringen sie einer Gemeinde, deren Entwickler sie gegen Geld oder sogar umsonst zur Verfügung stellen.

 "Einige Spiele können sogar mobilen Konsolen wie der PSP das Wasser reichen"

Das Größte Angebot findet man für das iPhone im App-Store. "Einige Spiele können sogar mobilen Konsolen wie der PSP das Wasser reichen", sagt c't-Redakteur Rudolf Opitz. "Es finden sich aber auch eine Unzahl von Werbe-Widgets unter den Programmen. Schade ist, dass Apple keine Alternativen zum installierten Webbrowser und E-Mail-Client zulässt."  Auch das auf Linux basierende Android-System hat inzwischen eine große Fangemeinde. "Hier findet man nicht die meisten Programme, aber man hat die breiteste Auswahl", resümiert c't-Experte Rudolf Opitz. Alternative Webbrowser, Spiele, Barcode-Scanner und diverse Linux-Tools sind nur einige Beispiele.

Vernachlässigt

Wer ein Symbian-Betriebssystem auf seinem Smartphone hat, kann unterschiedliche Quellen im Netz durchsuchen. Häufig sind es Nokia-Modelle, doch der Hersteller hat die Pflege seiner eigenen Softwareseite vernachlässigt. Noch sehr wenige Anwendungen finden Besitzer von WebOS-Geräten, wie dem neuen Palm Pre. Während die c't-Tester das Betriebssystem auf einem guten Weg sehen, ist die Auswahl an Zusatzsoftware noch sehr begrenzt. Der Palm-eigene App Catalog harrt noch der Fülle. Ähnlich sieht es bei Microsofts Shop für Windows Mobile aus.

Wem es beim Smartphone vor allem auf Internetdienste ankommt, der fährt gut mit einem Android-Gerät, einem mit WebOS oder dem iPhone. Fast alle haben inzwischen gut funktionierende Touchscreens. Die Handhabung bei Symbian- und Windows-Mobile- Geräten geht allerdings nicht intuitiv von der Hand. So ist anfangs öfter ein Blick in die Hilfe vonnöten. (red)

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