Mehr als vierzig Tote bei Anschlägen

23. Oktober 2009, 16:34
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Attentate auf Luftwaffenbasis und Hochzeitsgesellschaft

Islamabad - Knapp eine Woche nach Beginn der Großoffensive gegen die Taliban ist die Atommacht Pakistan am Freitag erneut von einer Welle der Gewalt erschüttert worden. Bei Anschlägen und Gefechten kamen mehr als 40 Menschen ums Leben, darunter auch Kinder. Zu einem Selbstmordanschlag kam es vor der Luftwaffenbasis in Kamra im Norden des Landes. Westliche Verteidigungsexperten gehen davon aus, dass auf der Basis Flugzeuge stationiert sind, die Atomsprengköpfe abwerfen können. Pakistan versichert immer wieder, dass sein Nuklearwaffen-Arsenal gesichert ist.

Vor der Luftwaffenbasis riss ein Selbstmordattentäter nach Angaben der Polizei mindestens 7 Menschen mit in den Tod. Die Polizei teilte mit, bei den Opfern des Anschlags rund 65 Kilometer nordöstlich von Islamabad handle es sich um zwei Angehörige der Luftwaffe und fünf Zivilisten. Der Attentäter habe sich auf einem Fahrrad in die Luft gesprengt, als er an einer Straßensperre von Sicherheitskräften gestoppt wurde.

Mine explodiert

Bei der Explosion einer Mine in Nordwest-Pakistan wurden 18 Angehörige einer Hochzeitsgesellschaft getötet, darunter vier Kinder und zwölf Frauen. Sechs weitere Zivilisten seien bei der Detonation im Stammesgebiet Mohmand nahe der afghanischen Grenze verletzt worden, berichtete Geo TV. Der Sprengsatz sei neben ihrem Minibus explodiert. Eigentliches Ziel sei ein Armeekonvoi gewesen.

Bei der Explosion einer Autobombe auf einer belebten Straße in der nordwestpakistanischen Stadt Peshawar wurden nach Angaben von Rettungskräften neun Menschen verletzt. Ein Journalist am Tatort sagte, der Sprengsatz sei vor einem Restaurant detoniert, das dem Sohn des Chefs der in der Provinz regierenden Awami National Party gehört. Die säkulare Partei ist ein Gegner der Fundamentalisten.

Die Armee teilte am Freitag mit, bei der Offensive gegen die Taliban in deren Hochburg Süd-Waziristan seien 13 Aufständische und 2 Soldaten getötet worden. Unter den getöteten Extremisten seien sechs Usbeken mit Verbindungen zum Terrornetz El Kaida. Bei der Operation nahe der afghanischen Grenze wurden bislang nach Angaben des Militärs mehr als 140 Aufständische getötet.

Vor dem Hintergrund der Serie blutiger Anschläge und eines Angriffs auf das Hauptquartier der Armee hatten die Streitkräfte am vergangenen Samstag die lange erwartete Großoffensive gegen die radikal-islamischen Taliban in Süd-Waziristan begonnen. Dort stehen sich mehr als 30 000 Soldaten und etwa 15 000 schwer bewaffnete Aufständische gegenüber. Bei Angriffen und Anschlägen von Aufständischen in Pakistan wurden in diesem Monat fast 200 Menschen getötet. (APA)

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    Untersuchungen am ANschlagsort in Peshawar

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