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An Shimano führt heute kaum ein Weg vorbei.
Radfahren in Fernost? Da gibt es andere Länder. Obwohl ... Ja? Der Autoteilchef blickt auf: Was "obwohl"? Na ja, es gäbe schon was. Genau genommen ein großes Was: Shimano.
Der Autoteilchef nickt: Kennt er. Shimano steht auf allen Fahrrädern in seiner Familie. Am Schalthebel. Auf der Bremse. Auf Kurbel oder Pedalen. Am Werfer. Eigentlich überall. Tatsächlich: Alles aus Japan, staunt der Autoteilchef - obwohl die Räder aus Italien, den USA oder Deutschland kommen. "Wieso eigentlich?", fragt er dann.
Die Antwort ist einfach: Das 1921 in Sakai gegründete, heute etwa 10.000 Mitarbeiter umfassende Unternehmen (das auch Angler mit Technik versorgt), hat zum einen Tradition in der Entwicklung exzellenter Feinmechanikteile.
Doch die heute im Offroad- und Alltagssegment fast marktbeherrschende Stellung im Komponentenbereich rührt anderswoher: Europas Komponentenbauer verschliefen die Geburt des Mountainbikes vor 25 Jahren: Naben, Bremsen und Schaltungen, die sich über Stock und Stein prügeln ließen, passten nicht ins Konzept. Italien und Frankreich sahen noch vor zehn Jahren Giro & Tour - aber sonst nichts. Shimano aber erkannte den Bedarf, entwickelte, was die Szene suchte - und ist heute das, was Magna bei Autos ist: ein Player, den man als Durchschnittskonsument zunächst oft nicht bewusst wahrnimmt - an dem aber kaum ein Weg vorbeiführt. (Thomas Rottenberg/DER STANDARD/Automobil/23.10.2009)
Informationen:
Shimano
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