Besucherzahl gehalten

16. September 2003, 10:23
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25.000 Besucher haben 135 Vorführungen besucht

Graz - Die scheidenden Intendanten des österreichischen Filmfestivals "Diagonale" in Graz, Constantin Wulff und Christine Dollhofer, konnten am Sonntag eine zufriedene Bilanz ziehen: "Wir haben an sieben Festivaltagen mit 24.900 Besuchern bei 135 Kinovorstellungen das hohe Niveau des Vorjahres gehalten", so Dollhofer.

48 Vorstellungen ausverkauft

Insgesamt seien 48 Vorstellungen ausverkauft gewesen, war Intendant Wulff stolz, weitere vierzehn Vorstellungen verzeichneten eine Auslastung von mehr als siebzig Prozent. Dollhofer: "Wobei das erste Schönwetter im Jahr mit Schanigartenstimmung fürs Kino tödlich sein, haben wir dennoch gute Besuchszahlen erreicht."

Besonders das Special "Carl Mayer, Scenar(t)ist" im Rahmen des Programms "Graz Kulturhauptstadt 2003" sei in Zusammenarbeit mit "Synema" ein Publikumserfolg geworden: "Bei über 75 Prozent Auslastung kann man von überdurchschnittlichen Besuch sprechen, was bei historischen Filmen nicht selbstverständlich ist", so Wulff. Es habe sich auch gelohnt, mit dem Royal English Cinema ein fünftes Haus dazu zu nehmen.

Akkreditierte

Als Zeichen des Erfolgs nannte das Intendanten-Duo auch die hohe Zahl der Akkreditierten: 957, davon 204 internationale Journalisten. Immer mehr ausländische Filmfachleute träfen somit in Graz auf die heimische Filmbranche. Das Erfolgsrezept bisher sei die große Bandbreite der Präsentation des österreichischen Films gewesen, "von kleinen Produktionen bis großen Kinofilmen", sagte Dollhofer.

"Wir haben den Leuten das Gefühl gegeben, wir nehmen die Arbeiten auf allen Ebenen wichtig und wir gingen über eine reine Werkschau hinaus. Es hat sich ein echter Dialog zwischen Filmschaffenden und Publikum entwickelt", ist sich das Intendanten-Duo sicher.

Die Linie mit historischen Filmen, Special Guests und internationalen Kooperation wie dem heurigen Branchentreffen Slowenien-Österreich habe sich ausgezahlt. Die Präsentation der Festivals "finale plzen" (Tschechien) und "Portoroz - Festival of Slovenian Film" beweise, dass Graz als Ort für einen Dialog mit dem osteuropäischen Filmschaffen wahrgenommen werde.

Neue Leitung wohl im Juni

Das Datum für die nächste "Diagonale" könne heuer entgegen der Tradition nicht bekannt gegeben werde, bedauerte Dollhofer: "Aus den bekannten Gründen ist das diesmal leider nicht möglich." Wulff: "Ein fixer Termin setze fixe Verträge voraus, etwa für die List-Halle zur Eröffnung. Wir konnten das nicht mehr machen, da wir davon ausgehen, dass unser Vertrag im Sommer ausläuft. Bezüglich des Sommer-Specials erklärte Dollhofer, sie glaube, das noch machen und betreuen zu können: "Die neue Leitung dürfte erst im Juni antreten, die wird sich das nicht antun." (APA)

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