Handys für Kinder bereits Alltagsgegenstand

28. März 2003, 18:20
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Laut Fessl-Gfk besitzen zwei Drittel der Zehn- bis 14-Jährigen Mobiltelefon - Eltern im Schnitt für Handy-Besitz ab 11,5 Jahren

Handys sind für Kinder bereits ein Alltagsgegenstand. "Insgesamt besitzen 43 Prozent der Sechs- bis Neunjährigen ein Handy, weitere 34 Prozent wünschen sich eines", berichtet Maria Leisch vom Marktforschungsinstitut Fessel-Gfk über eine aktuelle Studie. Bei den Zehn- bis 14-Jährigen verfügten bereits zwei Drittel über ein Mobiltelefon. Für Kinder sei es zur Selbstverständlichkeit geworden ein Handy zu besitzen, schließt Leisch in einer Presseinformation der Mobilkom Austria, dem Auftraggeber der Studie.

Fördern

Den Trend zum Kinder-Handy unterstützen offenbar auch die Eltern, für die es einen Sicherheitsaspekt darstellt. Für 97 Prozent der Eltern ist es wichtig, dass ihr Kind stets erreichbar ist. Umgekehrt begrüßen 91 Prozent, dass sie vom Nachwuchs angerufen werden können. Das Alter, ab dem Kinder ein Handy besitzen sollten, bezifferten Eltern im Schnitt mit 11,5 Jahren. 1999 lag dieser Wert noch bei 13,6 Jahren.

Vertrauen

Dass Kinder unter richtiger Anleitung verantwortungsbewusst mit dem Handy umgehen können, glauben 81 Prozent der Eltern. "Durch das Handy steigt die Privatsphäre der Kinder", erklärt Brigitte Rollet vom Institut Psychologie der Universität Wien. Es ermögliche Eigenständigkeit, da sie frei über das Handy als ihr Eigentum entscheiden könnten.

Verspielt

Neben dem Telefonieren benutzen 47 Prozent der Sechs- bis 14-Jährigen das Handy zum Spielen, 83 Prozent versenden damit Kurznachrichten. "Die Kinder haben eine eigene SMS-Sprache entwickelt, die durch Umgangssprache, Abkürzungen und Icons gekennzeichnet ist", sagt Rollet. Allerdings verwendeten Kinder diese Sprachkultur zum Teil auch in Briefen oder Schulaufsätzen. Daher seien Pädagogen gefordert, den Kindern richtige Rechtschreibung beizubringen. (APA)

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