Die beliebtesten 100 Arbeitgeber

28. März 2003, 16:08
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EU-Liste weist zehn österreichische Firmen unter besten 100 Europas aus - Grazer Softwareschmiede Winterheller top

Wien - Die Grazer Softwarschmiede Winterheller ist der beliebteste Arbeitgeber Österreichs. Wie aus der Liste der 100 besten Arbeitgeber der EU hervorgeht, findet sich das steirische Unternehmen unter den Top-Ten der europäischen "Paradiese" für Arbeitnehmer - gemeinsam mit der britischen Handelskette Asda, dem spanischen Finanzdienstleister Caja Madrid, der finnischen Tochter des skandinavischen Süßwarenkonzerns Cloetta Fazer, dem italienischen Sportwagenhersteller Ferrari, der griechischen Johnson&Johnson-Tochter Janssen-Cilag, dem irischen Ableger des US-Call-Centerbetreibers MBNA, Microsoft (Deutschland/Frankreich/Belgien/Irland), dem dänischen Werkzeughersteller Unimerco und dem niederländischen IT-Consulter VX Company.

Die Liste weist die Top-10 ebenso wie die 100 besten nicht in einem Ranking, sondern in alphabetischer Reihenfolge aus. Insgesamt befinden sich unter den 100 besten Arbeitgebern 10 österreichische Unternehmen: Der Spielautomatenproduzent Atricon, der Roboterhersteller Datacon, die Österreich-Tochter der Deutschen Schuhhandelskette Deichmann, das Kunststoffunternehmen Getzner Werkstoffe, Ikea Österreich, der Stempelerzeuger Trodat, der Büromaterial-Vertrieb Viking Direkt sowie die beiden Sozialeinrichtungen Vorarlberger Kinderdorf und Wiener Hilfswerk.

Die für Sozialfragen zuständige EU-Kommissarin Anna Diamantopoulou hat gestern, Donnerstag, in Brüssel erstmals die Liste der "besten Arbeitgeber" der EU präsentiert, die in Zusammenarbeit mit dem Institut "Great Place to Work" erstellt wurde.

Rund 1.000 Unternehmen aus dem gesamten EU-Raum haben sich an dem Wettbewerb beteiligt. Ausschlaggebend ist das Arbeitsumfeld, wobei sowohl die Unternehmensstrategie als auch die Beurteilung durch die Mitarbeiter in die Entscheidung einfließen.

Bei Winterheller lobten die Mitarbeiter vor allem die "Wohnzimmeratmosphäre" des Unternehmens, die nach Feng-Shui-Prinzipien eingerichteten Büros sowie Fitness-Räume. Arbeitsbezogene Probleme, die von Mitarbeitern aufgeworfen werden, müssen innerhalb von 24 Stunden von den zuständigen Managern erledigt werden.

Die Idee zu dem Wettbewerb stammt aus den USA. Dort werden seit 1998 jährlich die 100 besten Arbeitgeber vom US-Institut "Great Place to Work" ermittelt und in "Fortune veröffentlicht. Die EU will mit diesem Contest die Standards für Arbeitsplätze in den Mitgliedsländern anheben und herausragende und fortschrittliche Arbeitgeber stärker ins Blickfeld rücken. (APA)

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    montage: derstandard.at
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