BA-CA kommt mit blauem Auge davon

28. März 2003, 19:07
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Bank-Austria-Überschuss um 36 Prozent gesunken - Bilanzsumme rückläufig - Randa: "Müssen uns steigern"

Wien - In der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA), vor der Wiedereinführung an der Wiener Börse stehender Teilkonzern der bayerischen HypoVereinsbank (HVB), hat 2002 unter dem Strich um 36 Prozent weniger Überschuss eingefahren als 2001. Beim operativen Betriebsgewinn meldete das Institut in der Bilanzpressekonferenz dennoch den höchsten Wert seit Bestehen der BA-CA-Gruppe.

Der Gewinn vor Steuern lag bei 504 Mio. Euro, ein Rückgang um 23 Prozent im Vergleich zu 2001 (655 Mio. Euro). Als Jahresüberschuss (Gewinn nach Steuern und Fremdanteilen) verblieben 309 Mio. Euro, ein Rückgang um 36 Prozent.

"In Ordnung"

Der Vorstand nennt das operative Ergebnis in Anbetracht des enorm schwierigen Umfelds "in Ordnung, aber wir müssen uns steigern", wie Noch-BA-CA-Generaldirektor Gerhard Randa feststellt. Welches Potenzial in der Bank stecke, sei am Betriebsergebnis ersichtlich, das um 3,7 Prozent auf 572 Mio. Euro gestiegen sei.

Mehr als die Hälfte des Gewinns stammte von den Osttöchtern: Das CEE-Netzwerk hat den Gewinn vor Steuern originär um 34 Prozent auf 280 Mio. Euro (2001: 209 Mio. Euro) gesteigert. Vor allem in Polen lag man besser als 2001. Ein gewisser Teil des Anstiegs resultiere auch aus der Erstkonsolidierung der neu erworbenen kroatischen Splitska Banka. Nach Firmenwertabschreibungen, Konsolidierungseffekten und in Wien anfallender Kosten für CEE kommt das Geschäftsfeld "Zentral-Osteuropa" in der konsolidierten Konzernbilanz auf einen Gewinn vor Steuern von 142 Mio. Euro, das waren 11,9 Prozent weniger als im Vorjahr.

Bilanzsumme "gezielt" heruntergefahren

Die im Jahr davor massiv höher dotierten Risikovorsorgen sind 2002 geringer geworden. Die größte Bank in Österreich hat ihre Kreditvorsorgen (In- und Ausland) um 23,7 Prozent auf 537 Mio. Euro (2001: 703 Mio. Euro) gesenkt. Aus dem Beteiligungsbereich fielen weniger Dividenden an, ebenso waren 2002 die Sondererlöse aus Firmenverkäufen geringer.

"Gezielt" heruntergefahren habe man 2002 die Bilanzsumme. Sie sank binnen Jahresfrist von 159,6 auf 148 Mrd. Euro. Diese Reduktion sei vor allem im Interbankgeschäft erfolgt. (APA)

  • Noch-BA-CA-Generaldirektor Gerhard Randa: "In Ordnung"
    montage: derstandard.at

    Noch-BA-CA-Generaldirektor Gerhard Randa: "In Ordnung"

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