Biden: Moldau soll in euroatlantische Strukturen

22. Oktober 2009, 18:20
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US-Vizepräsident spricht in Bukarest sensiblen Punkt in den russisch-amerikanischen Beziehungen an

Bukarest - Rumäniens Staatschef Traian Basescu empfing am Donnerstag in Bukarest US-Vizepräsident Joe Biden. Themen waren Nato und regionale Energie- und Sicherheitspolitik. Biden versicherte, dass die Nato "etwas bleibt, worin wir uns gegenseitig unterstützen". Er dankte Rumänien für sein Afghanistan-Engagement und lobte die 1100 rumänischen Soldaten als "unglaublich kompetent" .

Basescu betonte, dass "Friede und Sicherheit nicht gratis kommen" und plädierte für die Unterstützung der Republik Moldau, die laut Biden "in die euroatlantischen Strukturen integriert" werden müsse. Moldau ist laut Analysten ein sensibler Punkt in den russisch-amerikanischen Beziehungen. Rumänien sei ein strategischer Partner, da es seine Interessen an Moldau aggressiv geäußert habe, während Russland Moldau noch als seinem Machtbereich zugehörig erachtet. Basescu gab an, sich mit Biden auf "pragmatische Beziehungen zu Russland und der Türkei" geeinigt zu haben. (Laura Balomiri/DER STANDARD, Printausgabe, 23.10.2009)

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