Microsoft erleichtert über guten Verkaufsstart von Windows 7

22. Oktober 2009, 16:23
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Schneller als klobiger Vorgänger Vista - Vorbild iPhone-Bedienbarkeit - Großkonzerne ziehen mit

Der Softwarekonzern Microsoft hat sich erleichtert über den Verkaufsstart seines neuen Betriebssystem Windows 7 am Donnerstag geäußert. "Der Handel ist sehr zufrieden mit dem Beginn des Verkaufs", sagte Firmensprecherin Irene Nadler in München. Der Erfolg von Windows 7 ist besonders wichtig für den US-Softwareriesen, weil das Vorgängerprogramm Windows Vista als Flop gilt und vor allem Firmenkunden wegblieben.

Tests zufolge ist das neue Betriebssystem gegenüber der Vorgängerversion deutlich schlanker und auch schneller. Es verringert die Anforderungen an die Hardware-Leistung und vermeidet Schwächen des Vorgängers. Außerdem ist es laut Hersteller sparsamer im Stromverbrauch.

177 Mio. Lizenzen bis Ende 2010

Microsoft rechnet nach einer vom Unternehmen verbreiteten Studie mit dem Absatz von 177 Millionen Windows-7-Lizenzen bis Ende 2010. Microsoft Deutschland-Chef Achim Berg erklärte schon früher, die Vorbestellung aus dem Handel "übertrifft deutlich unsere Erwartungen."

Im gigantischen Elektronikmarkt Saturn in Hamburg kamen die Windows-Kunden stoßweise über den Tag verteilt, aber es gab keinen Ansturm. Kunde Markus Holzke hatte sich Windows 7 bereits vorbestellt. Ihn lockte vor allem der günstige Einstiegspreis gelockt: "Das gab es bei Microsoft ja lange nicht mehr." Bisher nutzte er die Version Vista Ultimate sowie XP. "Ich nutze das auch als Mediacenter und erhoffe mir dadurch mehr Komfort fürs Fernsehen", sagte der 36-Jährige. Laut Microsoft haben bereits Großkonzerne wie BMW den Wechsel zu Windows 7 angekündigt.

Billigere Versionen

Die offiziellen Preise für die Neuauflage liegen zwischen 119,99 Euro für die einfachste Version, das Upgrade Home Premium, und 319 Euro für die Business-Vollversion von Windows 7. Einige Elektronikmärkte bieten aber billigere Versionen an: Bei der Kette Medimax wird das Upgrade für die Einsteigerversion Home für 77 Euro angeboten. Deutsche Studenten können bis Ende Februar 2010 für 35 Euro upgraden (Home oder Professional).

Mit einem Anteil von mehr als 90 Prozent ist Windows das meistverbreitete Betriebssystem für Personalcomputer. Die erste Version kam 1985 auf den Markt. Das Betriebssystem bildet das Software-Fundament zur Bedienung eines Computers. Es stellt die Verbindung her zwischen der Hardware, also den elektronischen Bauteilen, und den Anwendungsprogrammen.

Verbesserungen

Windows 7 bietet einige Verbesserungen gegenüber dem Vorläufer Vista: Auf berührungsempfindlichen Bildschirmen können Nutzer mit mehreren Fingern gleichzeitig arbeiten - wie schon von Apples iPhone bekannt. Ohnehin zielt Windows 7 nicht zuletzt auf die erfolgreiche Konkurrenz von Apple: Vorgänger Vista war so klobig, dass er auf vielen Mini-Rechnern, den Netbooks, nicht laufen konnte. Apple dagegen setzte von jeher auf schlankes Design auch bei den Programmen. Seit der Markteinführung von Vista stieg der Apple-Marktanteil bei PCs in den USA von fünf auf elf Prozent. (APA/AP)

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