R. I. P., Teddy Kennedy

Susi Schneider, 26. August 2009, 14:30
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Als man von Teddy Kennedys Krankheit erfuhr, habe ich in meinem Blog zum ersten Mal über meine gemischten, aber hauptsächlich positiven Gefühle für den alten Liberalen geschrieben.

Nicht nur wird einem bei solcher Gelegenheit ganz stark bewusst, wie sehr man selber altert, sondern auch daran, um wie viel toleranter man geworden ist:

Ich denke dabei auch an meine Traurigkeit, dass dieser Tage in Österreich eine Ikone meiner Kindheit, Toni Sailer, gestorben ist. Als Sailer so auf der Spitze seines Ruhms stand, ging mir das Getue um ihn eher auf die Nerven. Also gut, er ist ein paar Mal rascher als die Anderen einen Hügel heruntergefahren, solln's ihn ruhig ein bisserl feiern. Aber irgendwann muss Schluss sein mit dem Theater. Aber doch hat sich ein fast zärtliches Gefühl für den Buam aus Kitz bei mir bewahrt, den ich in Bildern des alten Mannes sofort an seinem Charme wieder erkannte.

Bei Teddy Kennedy ist es nicht ganz gleich, aber es gibt doch eine Ähnlichkeit: Nach anfänglichem beinahe Widerwillen gegen den womanizing, dauertrinkenden Playboy "he painted himself into a corner", nämlich die Ecke des linken liberalen Flügels der Demokratischen Partei. Dieser Platz muss nun lange Zeit unbesetzt bleiben, da ein Dauersitz in der Ecke und innerhalb der Partei nur über Jahrzehnte zu erringen ist. So haben die Demokraten eine lange Durststrecke sozusagen als Halbwaisen vor sich.

  • USA-Blog

    von Susi Schneider

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    • USA-Blog von Susi Schneider
      12.10.2009, 19:28
      Susi Schneider

      Tom Lehrer [22]

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      Dem Leser Magic Wand habe ich einen Link zu Lehrer-Songs zu verdanken und das will ich ausnützen. Ich war mit Lehrer schon etwa 1964-65 vertraut, also lange vor meiner Einreise in die USA, als mich ein Freund in Wien auf das Plagiat der vergifteten Tauberln aufmerksam machte. (Seitdem habe ich – vergebens – irgendeine Äußerung von Georg Kreisler gesucht, die Tom Lehrer wenigstens generelle Anerkennung zollt). Als ich ständig in den USA lebte, hatte Tom Lehrer schon seine Blütezeit erreicht gehabt; trotzdem konnte ich meinen Sohn in eine Revue seiner Songs, "Tomfoolery" führen und danach am Klavier einige der Lieder nachvollziehen. Außerdem hatte ich Freunde, die Tom Lehrer in Harvard ("Fight fiercely, Harvard ) gekannt hatten.

    • 9.10.2009, 19:22
      Susi Schneider

      … And He Walks on Water, Too [19]

      Die erste Reaktion ist, dass man sich, als mittlerweile erklärter Obama-Anhänger, schlicht und einfach freut: Die Welt, verkörpert durch das Nobelpreis-Komitee, hat Barack Obama die größtmögliche Auszeichnung, den Friedensnobelpreis, verliehen

    • 3.10.2009, 20:55
      Susi Schneider

      Sex and David Letterman [41]

      Seit Anfang der Achtzigerjahre ist David Letterman ein Fixstern am nächtlichen Talkshow-Himmel

    • 28.9.2009, 13:39
      Susi Schneider

      William Safire 1929 – 2009 [6]

      Nattering nabobs of negativism oder
      "Hopeless, hysterical hypochondriacs of history
      "Pusillanimous pussyfooters

      Sind nur einige von den Wortschöpfungen der konservativen Kolumnisten William Safire und Pat Buchanan, damals im Dienst von Richard Nixon

    • 13.9.2009, 13:25
      Susi Schneider

      Delayed Shock [7]


      Nahezu ein Jahr ist seit den historischen Wahlen vergangen, bei denen ein strahlender "knight in shining armor", nämlich Barack Obama, viele Amerikaner in einen Taumel von Euphorie versetzte: der erste schwarze Präsiden – change, change, change.

    • 2.9.2009, 12:32
      Susi Schneider

      Reconciliation Or How Obama's Health Reform Might Still Go Through [13]


      Reconciliation: Das Wort klingt so einlenkend und friedlich wie seine ursprüngliche Bedeutung, versöhnlich eben. Man könnte also irrigerweise annehmen, dass die Verwendung dieses Wortes bedeutet, dass sich Republikaner und Demokraten von nun an innig lieben und die Gesundheitsreform ohne eine einzige Gegenstimme durchgeht.

    • 19.8.2009, 20:16
      Susi Schneider

      Bravo Barney Frank [28]

      Einer meiner all-time favorites unter den Kongressabgeordneten, Barney Frank aus Massachusetts, einer der wenigen, die sich schon seit langem lautstark für eine umfassende Gesundheitsreform ausgesprochen haben, nimmt in diesem Ausschnitt von Larry King Live eine Frau ins Visier, die offenbar ein Bild von Obama in der Hand hält, in dem er wie Hitler aussehen soll

    • 12.8.2009, 14:22
      Susi Schneider

      A Healthy Reform? [3]


      " I want my country back", sagt eine Teilnehmerin an einem Town Hall Meeting. Wieso? Wer hat es ihr weggenommen? Und hat sie's jemals gehabt? Eine andere meinte, man solle doch das Gesundheitswesen so lassen, wie es sei und versichert implizit, dass das die amerikanische Verfassung irgendwie vorsehe. Nur weiß ich nicht, unter welchem Punkt der Bill of Rights oder der Verfassung geschrieben steht, dass zum einen, alles so bleiben soll, wie es bisher war – das würde bedeuten, dass wir alle noch sehr hygienisch auf Plumpsklos gehen und zur Ader gelassen werden – oder zum anderen, dass die Verfassung vorschreibt, dass Millionen von Amerikanern keinerlei Krankenversicherung haben.

Calvin Coolidge, born on the 4th of July
 
00
27.8.2009, 14:04
BIH


But may God have mercy on him.

Dominique Lautrec
04
26.8.2009, 17:32

Ted Kennedy was a liberal. Ob er auch ein Liberaler war, wage ich zu bezweifeln.

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