"Special Olympics

23. März 2009, 11:59
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Vergangene Woche war Präsident Barack Obama bei Jay Leno auf der Tonight Show eingeladen; bei dieser Gelegenheit machte er eine leichtsinnige und gedankenlose Bemerkung, mit seinen Bowlingkünsten könne er höchstens für die "Special Olympics" antreten (während des Wahlkampfes hatte er in einer Bowling Alley jämmerlich versagt)

Vergangene Woche war Präsident Barack Obama bei Jay Leno auf der Tonight Show eingeladen; bei dieser Gelegenheit machte er eine leichtsinnige und gedankenlose Bemerkung, mit seinen Bowlingkünsten könne er höchstens für die "Special Olympics" antreten (während des Wahlkampfes hatte er in einer Bowling Alley jämmerlich versagt).

Die Sprachpolizei und Hüter der Political Correctness stürzten sich – mit Recht – auf ihn und kritisierten seine Ausdrucksweise. Er selber rief Timothy Shriver, den Sohn der JFK-Schwester Eunice und Bruder von Maria Shriver, den derzeitigen Leiter der Special Olympics an und entschuldigte sich bei ihm.

Mich erinnerte das Ganze an die Handhabung – in den USA wie in Europa – der schweren Alzheimer-Erkrankung und wie leichtfertig man mit diesem Begriff um sich wirft. "Die Krankheit, deren Namen ich vergessen habe", "Ich leide schon an Alzheimers" hört man immer wieder und meiner Ansicht nach viel zu oft. Jeder, der einmal mit dieser entsetzlichen und frustrierenden Krankheit in Berührung gekommen ist, überlegt sich kein zweites Mal, ob er politisch korrekt handelt oder nicht: die Assoziationen sind für die Umgebung eines an Alzheimer leidenden Menschen so fürchterlich, dass sie sich hüten, den Ausdruck als halben Witz zu verwenden.

Denk ich mir halt.

http://www.cogitamusblog.com/2009/03/in-praise-of-an-apology.html

Auf der website Cogitamus fand ich oben stehenden Link.

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