Don't Ask, don't Tell

18. November 2008, 12:15
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Kurz nach Bill Clintons Amtsantritt im Jahr 1993 verfügte er eine der kontroversiellsten Maßnahmen seines Wahlkampfes, nämlich, dass sich Homosexuelle ab jenem Zeitpunkt offen zu ihrer sexuellen Neigung bekennen sollten

Kurz nach Bill Clintons Amtsantritt im Jahr 1993 verfügte er eine der kontroversiellsten Maßnahmen seines Wahlkampfes, nämlich, dass sich Homosexuelle ab jenem Zeitpunkt offen zu ihrer sexuellen Neigung bekennen sollten.

Diese Kontroverse überschattete eine Zeitlang alles andere, konservative Politiker und Militärs stiegen auf die Barrikaden und als Kompromiss wurde die "Frag nicht, erzähl nicht" ausgearbeitet, deren Hauptautor der damalige Chairman of the Joint Chiefs of Staff Colin Powell war. Gleichzeitig wurde dies zum allgemein gültigen Gesetz und war daher nicht mehr "nur" eine Richtlinie des Pentagon.

Nun, kurz vor Barack Obamas Amtsantritt haben mehr als 100 hohe Militärs im Ruhestand ein Statement herausgegeben, in dem sie ein Ende der Gepflogenheit des "don't ask, don't tell" fordern.

Obama wird aller Voraussicht nach nicht über diese Hürde stolpern. Er hat aus den Fehlern seiner Vorgänger gelernt. Allerdings hat auch er erkannt, dass diese Verordnung im Zeitalter wo Gays einander in einigen Staaten heiraten können, veraltet sind. Er will
"don't ask, don't tell" beenden, allerdings nicht durch ein executive order, sondern durch einen Konsens mit allen Beteiligten, allen voran die hochrangigen, noch dienenden Militärs.

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