Two Conventions

5. September 2008, 10:46
7 Postings

Die Parteitage der Demokraten und Republikaner miteinander zu vergleichen, ist sinnlos: sie sind so verschieden wie die Parteiprogramme dieser beiden Parteien und, ja, so verschieden wie eingefleischte Republikaner und ebenso durch und durch von ihrer Mission besessene Demokraten

Die Parteitage der Demokraten und Republikaner miteinander zu vergleichen, ist sinnlos: sie sind so verschieden wie die Parteiprogramme dieser beiden Parteien und, ja, so verschieden wie eingefleischte Republikaner und ebenso durch und durch von ihrer Mission besessene Demokraten.

Wenn man den Republikanern zuhört, wird klar, dass sie bessere Menschen sind: wie man einigen der Reden entnehmen konnte, sind es sie, die den Amerikanern Wohlstand, Vollbeschäftigung und Sicherheit bescheren werden (ganz abgesehen von den christlichen Werten, versteht sich).*) Das bedeutet wohl, dass die Demokraten die Amerikaner mit Armut und Arbeitslosigkeit sowie Terrorattacken beschenken werden.

Sarah Palin, der "pitbull with lipstick" passt irgendwie in dieses Bild. Denn was die Demokraten partout nicht zusammenbringen, ist auch nur ein Bruchteil jenes blinden Hasses und jener Aggression zu vermitteln, die bei den Republikanern offenbar gang und gäbe ist.

Apropos, wenn einer glaubt, dass mit diesem republikanischen Parteitag der absolute Nadir politischer Geschmacklosigkeit und Attacken unter die Gürtellinie erreicht wurde, der irrt: Man erinnere sich an die Wahlkämpfe von 2000 und 2004, an die herabgezogenen Mundwinkel von Dick Cheney, die es ihm ermöglichten, mit leiser Stimme eine Attacke nach der anderen gegen die "liberals" zu reiten; und man erinnere sich, dass sich auch George W. Bush kein Blatt vor den Mund nahm.

*) Eh ich's vergesse: Die Republikaner werden die Steuern der Amerikaner senken, während die Demokraten diese beträchtlich erhöhen werden (tax and spend).

  • Artikelbild
Share if you care.