Edwards fehlt

3. April 2008, 14:15
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Martin Schneider schreibt:

Am Samstag sagte Elizabeth Edwards, die Frau des ehemaligen demokratischen Präsidentschaftskandidaten John Edwards, dass sie und der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain eine Sache gemeinsam hätten: "Neither one of us would be covered by his health policy." Elizabeth Edwards und John McCain leiden beide an Krebs – in den USA existiert bei Versicherungsfirmen eine so genannte "preexisting condition" Klausel, die ausschließt, dass ein bereits erkrankter Patient aufgenommen wird.

Douglas Holtz-Eakin, ein Berater von McCain, reagierte etwas überheblich und sagte, Edwards habe McCains Gesundheits-Plan wohl nicht verstanden. Das war ein Fehler. Elizabeth Edwards stellte daraufhin vier Fragen zu dem Plan McCains.

Über die Ehe zwischen John und Elizabeth Edwards sagen Bekannte und Freunde, sie wäre der klügere und politischere Kopf. Während sich John dem allgemeinen Konzept widme, kümmere sich Elizabeth um die Details. Es wäre nicht überraschend, würde sie das Konzept besser verstehen als McCain selbst.
John Edwards trat am 30. Januar von seiner Präsidentschaftskandidatur zurück. In den vergangenen zwei Monaten, während denen der Wahlkampf vermehrt zu einem Wettkampf zwischen Hillary Clinton und Barack Obama geriet, haben die Demokraten die Lust an der Politik verloren.
Die zwei Kandidaten sind einander in ihrem politischen Programm so ähnlich, dass sie nur noch über Persönlichkeiten und blöde Spruche streiten. Die Kampagne hat im Moment nichts mit Substanz zu tun. Elizabeth Edwards erinnert uns daran, was fehlt.

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