Republican Debate: Reagan Lives

31. Jänner 2008, 07:54
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Die letzte an alle vier verbleibenden republikanischen Kandidaten gerichtete Frage unterstrich den Tenor der letzten Debatte vor dem Super Tuesday: "Würde Ronald Reagan Sie, wäre er noch am Leben, unterstützen?" Natürlich wussten alle vier wirksame Antworten, auch Mike Huckabee, der es "anmaßend und arrogant" fände, Reagan zu interpretieren.

Das Phänomen Reagan schwebt seit geraumer Zeit, spätestens jedoch seit seinem Tod und den Trauerfeierlichkeiten, die ganz Amerika eine Woche lang lahm legten, sozusagen abgehoben über der amerikanischen Politik und insbesondere dem Präsidentschaftswahlkampf. So sehr, dass sogar Barack Obama es angebracht findet, den Geist Reagans heraufzubeschwören. Auch bei den Demokraten scheinen sich viele nicht an Reagans Credo zu erinnern, das jemand einmal wie folgt zusammenfasste: "Reagan never met a social program he didn't like to cut". Und noch immer sind Amerikaner fest davon überzeugt, dass Reagans Worte in Berlin "Mr. Gorbachev, tear down that wall" das einzige Kriterium für den Fall der Mauer war.

Ansonsten verlief die Debatte wie erwartet: Romney bezeichnete McCain als "liberal" -- wohl das schlimmste Schimpfwort unter Republikanern; und McCain warf Romney vor, ein Wendehals zu sein -- auch keine Neuigkeit. Die beiden Sekundanten des TV-Duells zwischen Romney und McCain, Mike Huckabee und Ron Paul, versuchten verzweifelt, sich Gehör zu verschaffen. Ohne viel Erfolg.

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