Obama, nicht Osama

25. Juli 2007, 07:55
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Ein Gedanke: als Barack Hussein Obama sich als Präsidentschaftskandidat "outete" (dieser Tage ein deutsches Wort?), befürchteten viele Demokraten, sein Name könnte ihm zum Verhängnis werden. Die Ähnlichkeit mit jenem von Osama bin Laden sowie sein arabisch klingender Mittelname Hussein, so meinten sie, würden ihm sehr schaden.

Die konservativen Medien, allen voran Fox News (von verschiedenen Kommentatoren entweder als "Fox Noise" oder "The F-Word Channel" bezeichnet) versuchten zu Beginn, aus diesem potenziellen Negativum Kapital zu schlagen. Allerdings ohne viel Erfolg. Auch republikanische Kommentatoren, die sich Obamas Mittelnamen "Hussein" süffisant auf der Zunge zergehen liessen, kamen nicht sehr weit damit. Ebenso wenig nachhaltige Auswirkungen zeigte die ebenfalls von Republikanern verbreitete Lügengeschichte, Obama hätte als Kind in Indonesien eine Schule besucht, in der islamische Hasstiraden unterrichtet wurden. Mittlerweile hört man kaum mehr Anspielungen auf seinen Namen, wenn man von einem aufs schärfste kritisierten Ausrutscher des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney absieht, der sich mit einem Schild fotografieren liess, auf dem zu lesen stand: No to Obama, Osama and Chelsea's Moma".

Ich wage daher, zu behaupten, dass Obamas Name (ganz selten "Barack", meisten schlicht und einfach: "Obama") im weiteren Verlauf dieses Wahlkampfes keine tiefgreifende Rolle mehr spielen wird.


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