Rudy Giuliani: Neocon?

11. Juli 2007, 09:44
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Offenbar genügt es dem "Mayor of America" und Spitzenreiter der republikanischen Präsidentschaftskandidaten nicht, bei jeder passenden (insbesondere aber unpassenden) Gelegenheit das Schreckgespenst von "9/11" heraufzubeschwören und gleichzeitig seine heldenhafte Rolle während der Terrorattacken hervorzuheben. Nun will er vermutlich auch beweisen, dass er George W. Bush und seinem neokonservativen Hofstaat absolut das Wasser reichen kann.

Seit neuestem ist der 77jährige Norman Podhoretz, jahrelang Herausgeber des Magazins "Commentary", der Bibel der Neokonservativen, und derzeit dessen editor-at-large, Teil von Giulianis außenpolitischem Beraterteam.

http://youtube.com/watch?v=2bLq6pzOc5w

Der nahezu legendäre Podhoretz ist sozusagen der Großvater der Neocons. Und ein glühender Befürworter des Krieges im Irak, den er für einen großen Erfolg hält (klar: die Weapons of Mass Destruction wurden vor der Invasion nach Syrien geschafft, deshalb hat man sie im Irak nicht gefunden) und der Meinung ist, man sollte eigentlich den Iran "in tausend Stücke" bombardieren. Und zwar gleich jetzt, bevor es zu spät ist.

Joe Klein von TIME Magazine macht sich Gedanken über zukünftige Giuliani-Berater und rätselt: "Can Doug Feith, Paul Wolfowitz and Donald Rumsfeld be far behind?"
Josh Marshall von Talking Points Memo nennt Podhoretz übrigens einen "Spinner" (crackpot).

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