Fred Thompsons Honeymoon

9. Juli 2007, 18:52
posten

"Der ehemalige Senator Fred Thompson, Republikaner aus Tennessee, hat seine Ankündigung (zu kandidieren) so lange hinausgezogen, dass seine Flitterwochen bereits zu Ende sind, bevor er sich offiziell erklärt hat", schreibt Rick Klein in The Note von ABC News.

Tatsächlich scheint der "knight in shining armor" (frei übersetzt: Retter in der Not) der Republikaner bereits vor seinem Einstieg in das Getümmel der bisher zehn Kandidaten, die von ihren eigenen Parteifreunden nicht besonders geschätzt werden, seinen Heiligenschein zu verlieren. Vielleicht ist es doch nicht so gescheit, wenn er erklärt, dass er keineswegs beabsichtige, sich für seinen Wahlkampf einen Haxen auszureissen, denn immerhin habe er eine Familie (eine sehr hübsche junge Frau und sehr kleine Kinder). Vielleicht sind die ultrakonservativen Republikaner, die in Thompson einen Nachfolger von Ronald Reagan gesehen haben, auch enttäuscht, wenn sich herausstellt, dass er früher einmal für eine Pro Choice Lobby, also für die Fristenlösung, gearbeitet hat, wo man doch einen Kandidaten sucht, der schon immer Pro Life, also gegen die Fristenlösung war. Wo sie doch schon genügend Zores mit Rudy Giulianis Pro Choice Einstellung und mit Mitt Romney haben, der sich wie ein Fähnchen im Wind dreht und mal dafür und mal dagegen ist.

Oder vielleicht sind seine paar Jahre "Law and Order" doch keine ausreichende Qualifikation für das höchste Amt im Lande?

Eigentlich wollte er rund um den Independence Day, dem 4. Juli, seine offizielle Erklärung abgeben. Ob er am Ende doch Angst vor seiner eigenen Courage gekriegt hat?

  • Artikelbild
Share if you care.