Förderung für "Salzburger Monat" gestrichen

22. Oktober 2009, 15:25
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ÖVP, SPÖ und FPÖ streichen Finanzierung für Gratis-Zeitschrift - Proteste des Dachverbandes Salzburger Kulturstätten

Die Gratis-Zeitschrift "Salzburger Monat" wird es voraussichtlich nicht mehr geben. In seiner Sitzung am Mittwoch (21.10.) strich der Salzburger Landtag mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP und FPÖ gegen die Stimmen der Grünen seinen Teil der Finanzierung für diese monatliche Zeitschrift für 230.000 Salzburger Haushalte, die über die Arbeit der Landesregierung und über Kulturveranstaltungen informiert. Der Dachverband Salzburger Kulturstätten kritisierte am Donnerstag diese Entscheidung und sprach in einer Aussendung von einer "medienpolitischen Katastrophe".

Gerade jene Kulturvereine, die sich nicht wie die Festspiele oder die großen, gut subventionierten Häuser teure Info-Kampagnen leisten könnten, litten unter dem Abschaffen dieser Info-Zeitung, so der Dachverband. Auch für die kulturinteressierten Salzburger sei der Schaden erheblich, sie würden einen kostenlosen und übersichtlichen Zugang zu allen wesentlichen Kulturterminen von Stadt und Land verlieren.

Mit dem Aus für die Zeitung hat der Landtag aber auch beschlossen, dass die Informationen über die Internetadressen des Landes salzburg.gv.at und salzburg.at weiterhin veröffentlicht werden.

Die Stadt Salzburg, der zweite Hälfte-Eigentümer des "Salzburger Monats", überlegt, das Magazin im Alleingang für die 78.000 Haushalte der Stadt weiterzuführen. Entscheidung gibt es aber noch keine. (APA)

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