FunderMax setzt auf Hochglanz

22. Oktober 2009, 13:47
posten

St. Veit/Glan - Mit einem neuen Produkt will das Kärntner Unternehmen FunderMax zusätzliche Marktanteile gewinnen. Es handelt sich um beschichtete Funderplatten im Hochglanz-Look. Damit will man vor allem bei Küchenherstellern punkten, sagte Geschäftsführer Erlfried Taurer am Donnerstag bei einem Pressegespräch in St. Veit/Glan. Die Spezialbeschichtung aus Papier wurde von FunderMax selbst entwickelt, für die Serienfertigung wurde eine 14,5 Mio. Euro teure Produktionsanlage errichtet, die am Freitag offiziell eröffnet wird.

Die Küchenhersteller würden immer mehr auf Hochglanz-Oberflächen setzen, sagte Taurer. Dafür würden die Platten bisher lackiert, was aber sehr teuer sei. "Unsere Kunden sind auf uns zugekommen, ob wir nicht eine Alternative entwickeln könnten", meinte der Geschäftsführer. Man habe in Kooperation mit dem St. Veiter Holz-Kompetenzzentrum in rund einem Jahr ein Verfahren entwickelt, mit dem die Papierbeschichtungen buchstäblich auf Hochglanz gebracht wurden. Im vergangenen Jahr wurde schließlich beschlossen, eine entsprechende Fertigungsanlage zu errichten, die im Juli 2009 den Probebetrieb aufgenommen hat.

Kostengründe

Taurer glaubt, dass sich das Produkt durchsetzen wird, schon aus Kostengründen. Die Hochglanzplatten von FunderMax hätten gegenüber den lackierten Produkten einen enormen Preisvorteil, "sie kosten nur ein Drittel". Derzeit gebe es in ganz Europa keinen Konkurrenten, der ein derartiges Produkt anbieten könne, wodurch man sich ein Alleinstellungsmerkmal erarbeitet habe. Ein Patent auf die neue Technik habe man aber nicht angemeldet, dies sei zu aufwändig, erklärte Taurer.

Im kommenden Jahr will FunderMax mindestens 500.000 Quadratmeter Hochglanzplatten produzieren, die immerhin den dreifachen Preis der herkömmlichen Platten einbringen. Kunden sind Küchenhersteller in Deutschland, Österreich und Italien. In drei bis fünf Jahren sollen die Investitionskosten zurückverdient werden.

Das Unternehmen beschäftigt an den drei Standorten in St. Veit/Glan rund 450 Mitarbeiter, österreichweit sind es knapp 1.000. Die Wirtschaftskrise spüre man zwar auch, aber wesentlich weniger stark als andere Unternehmen. Der Grund dafür laut Taurer: "Wir sind in den Nischen zuhause." Man habe vor einigen Jahren die strategische Positioinierung geändert und sich aus dem Autozuliefergeschäft weitgehend zurückgezogen. "Ohne diese Neuausrichtung hätten wir vermutlich gewaltige Probleme", so der Geschäftsführer. (APA)

 

Share if you care.