dm merkt nichts von einer Krise

22. Oktober 2009, 13:49
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In Zeiten der Krise verzichten die Konsumenten auf größere Anschaffungen, gönnen sich aber gerne den kleinen Luxus in Form von Düften und Pflege

Salzburg/Wien - Die Drogeriemarktkette dm profitiert vom Lipstick-Effekt: In Zeiten der Krise  gönnen sich Konsumenten gerne Kleinigkeiten in Form von Düften, Pflege oder Lippenstift. "Wir konnten im vergangenen Geschäftsjahr eine außergewöhnlich gute Entwicklung verzeichnen", berichtete Martin Engelmann, Vorsitzender der Geschäftsführung, am Donnerstag beim Bilanzpressegespräch in Salzburg.

Der Umsatz des dm Teilkonzerns Österreich, zu dem auch die Filialen in Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Slowenien, Kroatien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Rumänien und Bulgarien gehören, kletterte um 11,7 Prozent auf 1,463 Mrd. Euro. Die Töchter in Osteuropa, wo im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 100 neue Filialen eröffnet wurden, tragen mittlerweile 60 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Der dm Gesamtkonzern, der auch dm-Deutschland umfasst, erreichte im Geschäftsjahr 2008/2009 (per 30. September) einen Umsatz von 5,211 Mrd. Euro (+ 11,6 Prozent).

Österreich-Teil konnte zulegen

In Österreich erreichte die Drogeriemarktkette ein Plus von 6,2 Prozent auf 579 Mio. Euro (2007/08: 545 Mio. Euro). Dieser Zuwachs sei umso erfreulicher, weil er auf bestehender Fläche gelungen sei, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Geschäftsführung, Manfred Kühner. Das wäre das letzte Mal im Jahr 1982 geglückt. Während in Österreich vor allem in die Modernisierung und Vergrößerung von Filialen sowie die Übersiedelung bestehender Standorte auf attraktivere Plätze investiert wird, steht in den osteuropäischen Ländern die quantitative Expansion im Vordergrund: Im Jahr 2010 sollen in diesen Ländern rund 100 Standorte neu eröffnet werden. Der jüngste Markt ist Bulgarien, wo heuer schon neun dm-Filialen aufgesperrt haben. Es gebe in den neuen Märkten noch viel Potenzial, sagte Engelmann. Über die Expansion in zusätzliche Länder denke man derzeit nicht nach.

dm Österreich verfügt zurzeit über 354 Filialen und beschäftigt 5.086 Mitarbeiter (2007/08: 4.901). In den osteuropäischen Ländern kommen weitere 762 Standorte mit 7.081 Beschäftigten (2007/08: 658/6.420) dazu.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 51 Mio. Euro in die Modernisierung und Expansion von Standorten sowie in das Verteilzentrum von dm in Enns in Oberösterreich investiert. Für das laufende Jahr sind Investitionen in der Höhe von 91 Mio. Euro geplant. Engelmann und Kühner, die mit Jahresanfang die Geschäftsleitung von Günther Bauer übernommen haben, gehen davon aus, dass sich der Wachstumskurs auch im laufenden Jahr fortsetzt. Es gebe keinerlei Anzeichen, dass die Konsumenten ihr Kaufverhalten änderten. "Wir haben Gründe genug, sehr optimistisch zu sein", sagte Engelmann. Mit neuen Bioprodukten, Naturkosmetik für Männer oder neuen Eigenmarkenserien bei der dekorativen Kosmetik habe man im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut die Innovationskraft des Unternehmens unter Beweis gestellt. (APA)

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    dm Österreich verfügt zurzeit über 354 Filialen und beschäftigt 5.086 Mitarbeiter.

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