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Das Audimax bleibt auch über Nacht besetzt.

Mehrere hundert StudentInnen besetzten das Audi Max der Uni Wien nach einer Demonstration im Votivpark.


Bis morgen soll die Besetzung andauern.

Zusätzlich zum Audi Max der Uni Wien sind weitere Besetzungen geplant.
Wien - Aktuell besetzen StudentInnen das Audimax der Uni Wien, um gegen "Bildungsabbau" zu demonstrieren. derStandard.at berichtete von 13 Uhr bis 20 Uhr live von den Vorgängen an der Uni. Morgen Früh geht es weiter mit News zur Besetzung.
UPDATE 15.30: Um 15.30 treffen Polizeiwagen vor der Universität Wien ein, eine Räumung ist allerdings noch nicht Thema.
UPDATE 16.00: Das Audimax wurde von der Polizei abgeriegelt, keiner kann mehr hinein. Gegenüber derStandard.at gibt man sich bei der Polizei bedeckt, ob es zu einer Räumung kommen wird.
UPDATE 16.20: derStandard.at-Redakteur Sebastian Pumberger ist im Audimax und beobachtet die weiteren Entwicklungen.
UPDATE 16.35: Weiterhin heißt es von der Polizei: Keine Räumung geplant. Inzwischen spielen einige StudentInnen über den Kopf der Polizisten hinweg Volleyball. Durch die starke Rauchentwicklung im Audimax auf Grund von rauchenden StudentInnen meldete sich der Brandmelder lautstark zu Wort.
UPDATE 16.40: Im Rektorat bestätigt man gegenüber derStandard.at, der Polizei Einlass in die Uni gewährt zu haben. Grund dafür: Die Situation sei "wegen mehrerer Faktoren sicherheitstechnisch höchst riskant". Diese Faktoren seien etwa die Menschenmenge, die Tatsache, dass die Uni Wien derzeit in weiten Bereichen eine Baustelle ist sowie das Unwissen darüber, was sich im Audimax tut. Über das weitere Vorgehen, also auch eine mögliche Räumung, gibt es noch keine Informationen.
UPDATE 17.10: Gerüchte bestätigt: Die Polizei zieht sich zunächst einmal zurück. Ob auf Dauer, wird nicht bestätigt. Der Grund für den Rückzug: Die Polizei ist sich nicht darüber im Klaren, wie weiter vorzugehen ist.
UPDATE 17.15: Einer der Gründe für die Demo war ja zunächst, dass StudentInnen gegen das bachelor/Master-System protestiert haben. Jetzt wiurde soeben bekanntgegeben: Die Lehramtsstudien an der Akademie der bildenden Künste werden auf Bachelor/Master umgestellt.
UPDATE 17.25: Die Veranstalter gehen von 1.500 DemonstrantInnen aus, die ÖH von über 2.000, die Polizei spricht von deutlich weniger Besetzern.
UPDATE 17.30: In einer Aussendung konkretisieren die Organisatoren ihre Forderungen.
- Re-Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen!
- Ausfinanzierung der Unis!
- Selbstbestimmtes Lernen und Leben ohne Konkurrenz- und Leistungsdruck!
- Freie Masterzugänge!
- Keine verpflichtende STEP!
- Abschaffung aller Bildungs- und Studiengebühren!
- Keine Aufnahmeprüfungen!
- Unabhängige Lehre und Forschung!
- Schluss mit prekären Dienstverhältnissen für Lehrende, Angestellte und ArbeiterInnen!
- Genug Studienplätze für alle!
- Abschaffung der Erweiterungscurricula!
- Flexible und selbstbestimmte Studienpläne!
UPDATE 17.32: Laut Vizerektor der Universität Wien, Johann Jurenitsch, wird Audimax "zum jetzigen Zeitpunkt" nicht geräumt werden. Die Polizei wurde daher wieder abgezogen, die Uni will mit den Besetzern weiterverhandeln.
UPDATE 17.45: Die BesetzerInnen wollen bis morgen im Hörsaal bleiben.
UPDATE 17.55: Die Grünen Wien und der grüne Wissenschaftssprecher sowie die ÖH unterstützen die Forderungen der Studierenden. ÖH-Vorsitzende Maurer geht im Gespräch mit derStandard.at davon aus, dass eine Räumung durch die Polizei rechtlich gar nicht möglich wäre.
UPDATE 18.10: Die OrganisatorInnen wollen nur dann mit dem Rektorat verhandeln, wenn ein Vertreter des Rekorats zu ihnen ins Audimax kommt. Morgen um 10 Uhr ist ein studentisches Plenum angesetzt. Wieviele StudentInnen im Audimax übernachten ist noch unklar, bislang ist der Hörsaal gut gefüllt.
UPDATE 18.15: Inzwischen wird debattiert, ob und wo man sich die heutigen Fußball-Matches ansehen kann. Ein Spendentopf für das Abendessen geht herum.
UPDATE 18.20: Die Aula der Uni Wien wurde ebenfalls besetzt.
UPDATE 18.35: Wie derStandard.at aus dem Rektorat erfahren konnte, wird gerade über das weitere Vorgehen seitens der Unileitung diskutiert.
UPDATE 18.50: Die ÖH der Uni Wien hat laut eigener Durchsage mit dem Vizerektorat gesprochen. Es soll bis morgen keine weiteren Aktionen des Rektorats geben.
UPDATE 19.00: Langsam treffen auch Vertreter anderer Medien im Audimax ein. Für heute wird auch noch ein Team des ORF erwartet. Die BesetzerInnen planen inzwischen musikalische Darbietungen.
UPDATE 19.20: Ordentliche DemonstrantInnen: Die ersten gehen im Audimax mit Müllsäcken durch.
UPDATE 19.30: Im Audimax gibt es Glühwein, Bier und Musik.
UPDATE 19.55: Die ersten DemonstrantInnen kommen mit Schlafsäcken ins Audimax und richten sich für die Nacht ein. Die Stimmung ist gut, mit einem Eingreifen der Polizei rechnet keiner mehr.
Für heute ist die derStandard.at-Liveberichterstattung beendet, morgen Früh geht es weiter mit den Berichten von Tag zwei der Besetzung, Stimmen aus dem Rektorat und der Studentenschaft. Eine Kollegin vom UniStandard bleibt über Nacht im Audimax.
***
Ausgangspunkt der Protestaktion war eine Demonstration im Sigmund-Freud-Park vor der Votivkirche. Unter dem Titel "Die Uni brennt!" wurde gegen Zugangsbeschränkungen, einer "Demokratisierung der Unis und gegen eine Ökonomisierung der Bildung demonstriert.
"Bildung für alle - und zwar umsonst!"
Im Anschluss ist die Demonstration zu einem Zug durch mehrere Uni-Hörsäle geworden. StudentInnen, die dem Aufruf der Hochschülerschaften (ÖH) der Akademie der bildeten Künste und der Universität Wien zur Demonstration gefolgt waren, besetzten schließlich um 13.00 Uhr das Audimax der Uni Wien, den größten Hörsaal der Universität Wien. Dieser ist mittlerweile fast vollständig gefüllt. Vorher waren die StudentInnen durch die Universität gezogen und hatten Parolen wie "Bildung für alle - und zwar umsonst!" skandiert. Schon seit Dienstag haben Studierende und Lehrende der Akademie der bildenden Künste ihre Universität besetzt um gegen drohende Einsparungen und die Einführung des Bachelor-/Master-/PhD-System zu demonstrieren (derStandard.at berichtete).
Weitere Besetzungen geplant
Im Plenum wurde die weitere Vorgangsweise diskutiert. Per Handzeichen wurde beschlossen, dass das Audi Max bis Freitag besetzt bleiben soll. Weitere Besetzungen sind geplant bzw. werden zurzeit durchgeführt. Geht es nach den Studierenden, so soll der Hörsaal 1 des Neuen Institutsgebäudes ebenso besetzt werden wie ein Seminarraum. Arbeitsgruppen wurden installiert, immer mehr Studierende finden ihren Weg in den Hörsaal, manche angezogen durch den Auflauf, manche schauen bei ihren Kollegen zwischen zwei Vorlesungen vorbei. Inzwischen machen es sich die Studierenden gemütlich. Für Musik, Essen und Getränke soll gesorgt werden.
Rektorat sucht Ansprechpartner
Cornelia Blum, Sprecherin des Rektorats der Uni Wien, erklärte auf Anfrage von derStandard.at zu Mittag: "Wir sind momentan intensiv bemüht, herauszufinden, wer genau mit welchen Absichten und welchen Hintergründen an der Besetzung beteiligt ist". Das Anliegen der Uni Wien: Möglichst umgehend soll der reguläre Vorlesungsbetrieb wieder aufgenommen werden. "Wir brauchen jede Stunde Hörsaal", so Blum. Stündlich müssten 800 Studierende wegen der Besetzung auf ihre Lehrveranstaltungen verzichten.
"Die StudentInnen sind zwischen verzweifelt und wütend", berichtet sie, die Telefone in den Beratungsstellen liefen auf Hochtouren. „Wir haben alle Hände voll zu tun, den StudentInnen das zu erklären".
Räumung "viele Schritte" entfernt
Was, wenn die Demonstranten das Audimax nicht räumen wollen - würde die Uni Wien dann auch die Polizei einschalten? „Wir sind noch so viele Schritte von so etwas entfernt, jetzt versuchen wir einmal, einen Ansprechpartner herauszufinden", beruhigt Blum. Einige Stunden später ist die Polizei jedoch bereits vor Ort.
(Sebastian Pumberger und Teresa Eder aus dem Audimax, Anita Zielina aus der Redaktion, derStandard.at, 22.10.2009)
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Ich bin selbst Student. Allerdings auf einer FH. Und das nicht weil ich unselbständig bin, sondern weil ich mir solche Szenarien ungerne bieten lasse. Die Kollegen an der Uni sollten genauso wie ich an der FH Studiengebühren zahlen und froh über die Möglichkeiten sein, die Österreich bietet. Wir leben in einem Studentenparadies. Da braucht nichts mehr gefordert zu werden.
Für die Kuchenmasse nehmen Sie zu gleichen Teilen die drei P (PPP Publizistik-Psychologie-Politikwissenschaft) dazu würzen Sie mit einem Schuss Soziologie und einer Prise Zeitgeschichte. Den Teig drei Tage und drei Nächte im Audimax rasten lassen.
Für die Garung verwenden Sie das Steuergeld derjenigen, die - leider, leider - am Antifa-Kuchen nicht mitnaschen können, weil sie zum gewöhnlichen Volk gehören, von der Billa-Kassierin in Linz bis zum Bergbauern in Tirol. (Bedienen Sie sich ruhig, die können nicht protestieren, haben ja kein audimax, selbst schuld, nicht wahr?)
Näheres zum Rezept morgen.
Gratulation an die Studenten: Ich kann mich nicht erinnern, dass es eine derartige Protestaktion gegeben hat, ohne dass irgendeine Organisation dahinter war. Die Studenten protestieren, da es ihnen einfach reicht - fernab irgendwelcher aufgestülpter Ideologien. Aus einer neuen frischen Protestbewegung kann Neues entstehen.
Man merkt auch wie hilflos das Establishment einem Protest gegenüber steht, der aus der Not der Situation geboren wird, ohne von so genannten Interessensvertretungen gelenkt zu sein - ohne Ansprechpartner, den man am Verhandlungstisch über den Tisch ziehen kann.
Man stelle sich vor, dass macht Schule und Betriebe wie die Post verweigern einfach ihr Mittun. Toll gemacht, weiter so.
Man stelle sich einmal vor, unter solchen Studienbedingungen hätte es auch Studiengebühren zu zahlen gegeben. Es gibt nur einen Auftrag: "Politiker, nehmt endlich Eure Aufgaben wahr, und nicht nur das Geld das für Eure unerledigte Arbeit bezahlt wird". 7 Jahre lang haben Studenten Geld an die Uni´s bezahlt, aber an den Bedingungen hat sich nichts verbessert. Das Geld ist einfach versickert.
ehrlich liebe kollegen!
1. die nicht mal € 400,00 studiengebühren im semester waren ja nun wirklich für JEDEN, der es wollte und den nötigen fleiß aufgebracht hat, zu machen! geld für bier im audimax ist ja anscheinend auch da! und dass neben dem studium ein geringfügiger job mit 10 stunden in der woche nicht machbar ist, ist lächerlich und kann mir keiner erzählen. behauptet er es doch, ist er entweder stinkfaul oder eines studiums unwürdig.
2. wenn diese € 360,- wirklich direkt in die unis fließen würden... der schluss daraus ist wohl für jeden nachvollziehbar UND
3. liebe deutsche kollegen (der ÖH in Wien): wenn die studienbedingungen in ö wirklich so schlecht sind: es hält euch keiner hier!
immer die selben! echt lächerlich und peinlich
10 Stunden-Job neben Uni? Was haben Sie denn studiert Sie Schlaumeier??? Versuchen Sie mal Mathematik, Physik, Medizin, usw. in der für Familienbeihile und Stipendium nötigen Zeit ORDENTLICH zu machen und nebenbei 10 Stunden arbeiten zu gehen... Völliger Schwachsinn!
jus und bwl, die bezeichnung schlaumeier kann ich dann leider nicht zurückgeben!
sogar mit einem doppelstudium waren die 10 stunden locker drinnen, und beides in mindeststudiendauer! ;) soviel dazu!
wers nicht schafft, solls lassen! es muss nicht jeder studieren!
Ich studiere berufsbegleitend. zwar nur an einer Fachhochschule, aber so unterschiedlich ist das dann auch wieder nicht.
aja - ich habe 3 kinder, ein haus, eine firma (~50h / woche). ich lerne halt dann am abend und am wochenende.
ja - ein fh studium ist kein medizinstudium, aber ich denke, dass man auch da 10 Stunden erübrigen kann, wenn man HACKELN will.
es steht nirgendwo geschrieben, dass das studentenleben cosy und relaxed zu sein hat.
Nicht JEDER Student lebt in Wien im Hotel Mama. Wenn jemand aus Tirol ein Studium anstrebt, braucht er (je nach Studienrichtung) in Wien auch Unterkunft und Verpflegung. Und DAZU kommen dann noch die 400€.
Außerdem: Haben Sie sich schon mal die Stundentafeln eines technischen Studiums angesehen? Die sind Vollzeit in der Mindestdauer kaum zu schaffen, mit Nebenjob noch weniger.
also als ich student in wien war - und ich bin aus dem muehlviertel - ich habe bei unserer lieben tante mizi (in der wollzeile - hinterm stephansdom) immer zu mittaggegessen. hin und da hat sie mir auch einen hunderter gesteckt. aber nix den eltern sagen! oft sind wir rueber zum havelka und haben gut kaffee getrunken - die vorlesungen sind nicht so wichtig gewesen.
toll! grossartig!! endlich stellen sich die österreicher auf die beine!!! es bleibt nur zu hoffen dass die unileitung die studenten ernst nimmt und nicht - wie üblich - das ganze aussitzt!!! ihr habt meine volle unterstützung!!! bildung ist für alle da und kommt allen zugute, und auch denen die hier im forum wettern und sich als studenten- und bildungsfeinde entlarven…
ihr seids ja komplett hin!!! tuts lieber lernen, statt demonstrieren!!! ihr wollts komplette abschaffung von gebühren und beschränkungen??? die unis sind sowieso schon zu 20% überlastet!!! und diese 20% sind deutsche!!! und das wegen der fehlenden Gebühren!!! ich bin eig wieder für die einführung der Gebühren!!! es soll genau so sein wie auf da fh!!! weil dort zahlt man gebühren!!! Und wegen beschränkungen: Es soll noch mehr geben!!! Es geht eig nur darum dass die unis aus allen nähten platzen!!! und wenn jz alles abgeschafft wird, kannst zampacken!!! studierts in mindestzeit, dann brauchts auch nix nachzahlen!!! ganz einfach!!! Normalerweise hät die polizei reinstürmen und alles räumen sollen!!! von mir aus mit hunden!!!
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