Vor allem Frauen stürmen die Unis

22. Oktober 2009, 12:47
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Wirtschafts- und Sozialwissenschaft bei den Anfängern am beliebtesten

Wien - Vor allem Frauen stürmen derzeit die Universitäten. Das zeigt eine Aufstellung des Wissenschaftsministeriums über die 20 Studienrichtungen mit den meisten Studienanfängern im neuen Uni-Jahr (Stand: 16. Oktober). In der beliebtesten Studienrichtung, den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (4.677 Anfänger), ist das Verhältnis noch einigermaßen ausgeglichen (2.572 Frauen/2.105 Männer). Auf Platz zwei folgen die Rechtswissenschaften (4.243), wo es bereits einen massiven Frauenüberhang gibt (2.623 Frauen zu 1.620 Männer).

Publizistik, Pädagogik und Psychologie bei Frauen besonders beliebt

Noch krasser ist das Verhältnis auf den folgenden Rängen. Im drittbeliebtesten Studium (Publizistik und Kommunikationswissenschaften/2.200 Anfänger) stehen 1.631 Frauen nur 569 Männer gegenüber. In der Pädagogik (2.098 Anfänger/Platz vier) verlieren sich die 253 Männer fast unter den 1.836 weiblichen Neo-Kommilitoninnen, auch in der Psychologie (Platz fünf/2.051 Anfänger) stechen die Frauen (1.507) die Männer (544) aus.

Erst auf Platz sechs (Wirtschaftsrecht/1.938 Anfänger) ist das Verhältnis mit 955 Frauen zu 983 Männern einigermaßen ausgeglichen. Auf Platz sieben (Biologie/1.702 Anfänger, davon 1.130 Frauen und 572 Männer) und acht (Anglistik und Amerikanistik/1.609 Anfänger, davon 1.282 Frauen und 327 Männer) gibt es wieder einen klaren weiblichen Überhang.

Nur Informatik verzeichnet größeren Männerüberhang

Ähnlich ist die Situation in der Deutschen Philologie (Platz elf/1.466 Anfänger, davon 1.152 Frauen und 314 Männer) und im Übersetzen und Dolmetschen (Platz 16/1.188 Anfänger, davon 1.052 Frauen und 136 Männer). Einen größeren Männerüberhang verzeichnet bei den Massenstudien nur die Informatik (Platz zehn/1.483 Anfänger). Dort stehen 1.180 Männer 303 Frauen gegenüber.

In den 20 beliebtesten Studienrichtungen sind bereits mehr als 35.000 Anfänger inskribiert, das sind rund 60 Prozent aller Uni-Neulinge in den rund 220 abgefragten Studienrichtungen.(APA)

 

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