Wiener Börse schließt am Donnerstag schwächer

22. Oktober 2009, 19:17

Immofinanz, Immoeast und AT&S tief in der Verlustzone

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Donnerstag bei durchschnittlichem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 42,77 Punkte oder 1,58 Prozent auf 2.670,31 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund acht Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.678 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York +0,49 Prozent, DAX/Frankfurt -1,20 Prozent, FTSE/London -0,85 Prozent und CAC-40/Paris -1,35 Prozent.

In einem negativen europäischen Umfeld bewegte sich der ATX den ganzen Handelstag in der Verlustzone. Neben den internationalen Vorgaben gab es in Wien aufgrund einer dünnen Meldungslage kaum Impulse.

Deutlich unter Verkaufsdruck standen nach den jüngsten Kurszuwächsen Immofinanz (minus 7,72 Prozent auf 2,87 Euro) und Immoeast (minus 4,26 Prozent auf 4,50 Euro). Hier belaste wohl die geplante Kapitalerhöhung, hieß es. Die Fusion der Immofinanz mit ihrer Tochter Immoeast ist für das erste Halbjahr 2010 geplant, noch davor soll es bei der Immofinanz eine Kapitalerhöhung geben, sagt Konzernchef Eduard Zehetner.

Europaweit präsentierte sich der Stahlbereich auf den Verkaufslisten der Investoren. voestalpine sanken um 2,92 Prozent auf 24,94 Euro. Laut voest-Chef Eder hat sich der Auftragseingang des Stahlkochers stabilisiert. Gleichzeitig schloss Eder einen Dämpfer für die Wirtschaft im nächsten Jahr nicht aus.

Die AT&S-Aktie rutschte 5,47 Prozent auf 6,05 Euro ab. Die Experten der Erste Group haben ihr Anlagevotum für den Leiterplattenhersteller von "Accumulate" auf "Sell" reduziert.

Europaweit tendierten auch Bau- und Finanztitel tief im Minus. Vienna Insurance ermäßigten sich um 3,15 Prozent auf 41,19 Euro. Die Wienerberger-Aktie baute ein Minus von 2,20 Prozent auf 14,70 Euro. Erst Group verbilligten sich um 2,32 Prozent auf 29,89 Euro.

OMV gingen um 1,69 Prozent auf 29,10 Euro zurück. Die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben ihr Anlagevotum für das Öl- und Gasunternehmen von "buy" auf "hold" zurückgenommen.

Ungeachtet einer positiven Analysteneinschätzung ermäßigten sich Andritz um 1,60 Prozent auf 36,35 Euro. JP Morgan erhöhte das Kursziel für die Aktie des Anlagenbauers von 35 auf 43 Euro und bekräftigte das Anlagevotum "overweight".

Die zehn größten Kursgewinner

1. SCHLUMBERGER AG ST +7,84 Prozent

2. CENTURY CASINOS INC +3,03 Prozent

3. WIENER PRIVATBANK SE +2,95 Prozent

4. CA IMMO INTERNATIONAL AG +1,58 Prozent

5. BENE AG +1,20 Prozent

6. FRAUENTHAL HOLDING AG +0,84 Prozent

7. KAPSCH TRAFFICCOM AG +0,81 Prozent

8. CONSTANTIA PACKAGING AG +0,76 Prozent

9. INTERCELL AG +0,53 Prozent

10. AGRANA BETEILIGUNGS-AG +0,37 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer

1. IMMOFINANZ AG -7,72 Prozent

2. AVW INVEST AG -5,71 Prozent

3. AT&S AUSTRIA TECH.&SYSTEMTECH. -5,47 Prozent

4. CA IMMOBILIEN ANLAGEN AG -4,74 Prozent

5. IMMOEAST AG -4,26 Prozent

6. TEAK HOLZ INT. AG -3,78 Prozent

7. VIENNA INSURANCE GROUP -3,15 Prozent

8. SEMPERIT AG HOLDING -3,03 Prozent

9. LENZING AG -3,03 Prozent

10. VOESTALPINE AG -2,92 Prozent (APA)

 

 

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