Einigung auf Laufzeitverlängerung für Atomanlagen

21. Oktober 2009, 21:30
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Keine zeitliche Begrenzung für Betrieb von Kernkraftwerken

Berlin - Die Laufzeitverlängerung für sichere Atomanlagen ist nach Angaben aus Verhandlungskreisen von der großen Koalitionsrunde abgesegnet worden. In den Kreisen hieß es am Mittwochabend, die entsprechende Passage aus den Vorbesprechungen der Experten mit der Einigungsformel, die keine konkrete zeitliche Begrenzung für den Betrieb solcher Anlagen genannt hatte, sei angenommen worden. Details zur Verlängerung der Betriebszeit für die einzelnen Anlagen sollen umgehend mit den Betreibern ausgehandelt werden. Die Koalition sieht die Atomenergie als eine Brückentechnologie und will gleichzeitig die erneuerbaren Energien stärken.

Die Erträge aus dem längeren Betrieb der Atomanlagen sollen nach dem Willen von Schwarz-Gelb zu einem größeren Teil zur Forschung, Entwicklung und Vermarktung erneuerbarer Energien verwandt werden. Sie sollen damit nur zu einem kleinen Teil bei den Betreibern verbleiben. Ziel von FDP und Union war es von Anfang an, den Ausstieg aus der Atomenergie unter der rot-grünen Regierung wieder rückgängig zu machen. (Reuters)

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    Kernkraftwerk Brokdorf: die neue Schwarz-Gelbe Regierung will den Atomausstieg rückgängig machen.

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