Kick-back

21. Oktober 2009, 18:51
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Beim Kick-back kann es sich um eine unerlaubte Handlung handeln oder auch um den Teil einer Straftat

Unser Seminarzyklus "Das österreichische System erkennen und verstehen", Kapitel "Spezi-Kapitalismus", beschäftigt sich heute mit dem Begriff Kick-back. Laut Internetlexikon Wikipedia wird als Kick-back "die Rückerstattung eines Teils des gezahlten Betrages eines Geschäftes zwischen mehreren Beteiligten durch einen Beteiligten an einen anderen bezeichnet. Typischerweise wird der Kick-back nicht öffentlich gemacht. Es kann sich um eine unerlaubte Handlung handeln, die zu zivilrechtlichem Schadensersatz führt, oder auch um den Teil einer Straftat."

Und nun zu unserer Prüfungsaufgabe: Eine öffentliche Körperschaft, z. B. der Bund, vertreten durch den Finanzminister, verkauft rund 60.000 Wohnungen. Ein privates Konsortium macht ganz knapp das Rennen vor einem zweiten. Der erzielte Preis ist rund 15.000 Euro pro Wohnung(!).

Nachträglich stellt sich heraus, dass der erfolgreiche Bieter rund zehn Millionen Euro an Provision an einen Freund des Finanzministers, Beruf unklar, und einen zweiten Freund , PR-Berater, gezahlt hat. Beurteile den Sachverhalt anhand der obigen Definition. (Hans Rauscher, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22.10.2009)

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