Beschäftigte sperren Villeroy-und-Boch-Chef ein

21. Oktober 2009, 17:31
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Luxemburger Fabrik soll geschlossen werden

Luxemburg - Aus Ärger über den Verlauf von Stellenabbau-Verhandlungen haben Beschäftigte des Keramik-Herstellers Villeroy und Boch nach Gewerkschaftsangaben den Luxemburger Konzernchef in seinem Büro eingesperrt. Manager Charles Antoine de Theux wurde bereits am Vormittag eingeschlossen, wie die Gewerkschafter am Mittwochnachmittag weiter mitteilten.

Die Luxemburger Fabrik soll im kommenden Jahr geschlossen werden, dadurch sollen etwa 900 der weltweit rund 10.000 Stellen bei Villeroy und Boch eingespart werden. In einem Rundfunk-Interview tat der Manager kund, er fülle sich nicht wie in Geiselhaft.

Es handelte sich um den ersten Fall des sogenannten Boss-Napping in Luxemburg. Im benachbarten Frankreich gab es dagegen in jüngster Zeit bereits eine ganze Serie derartiger Vorfälle. (APA)

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