Heinisch-Hosek fordert eigene Interventionsstelle

21. Oktober 2009, 16:01
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Dem Verein Orient Express ist es im Vorjahr gelungen, fünf von Zwangsheirat betroffene Mädchen nach Österreich zurückzuholen

Wien - Generationenkonflikte, Beschneidung und vor allem Zwangsheirat - das sind unter anderem die Themen, über die der Verein Orient Express in Wien kostenlos und anonym betroffene Frauen berät. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek hat am Mittwoch die Einrichtung im zweiten Bezirk besucht und dabei versprochen, die Gespräche über eine eigene Interventionsstelle für von Zwangsheirat Betroffene zu intensivieren.

Dem Team ist es im Vorjahr gelungen, fünf von Zwangsheirat betroffene Mädchen nach Österreich zurückzuholen. "Das ist eine langwierige Arbeit. In einem Fall dauerte es für mich acht Monate, das Mädchen zu finden", erklärte Beraterin Meltem Weiland. Der Verein Orient Express arbeitet eng mit der Jugendwohlfahrt zusammen, da es sich bei den Ratsuchenden oft um Minderjährige handelt.

Deutschkurse mit Kinderbetreuung

Der Verein Orient Express besteht seit 1988 und bietet Beratung, Betreuung und Begleitung für Migrantinnen, erklärte die Vorsitzende Ayse Basari. Seit dem Gründungsjahr werden Deutschkurse mit Kinderbetreuung angeboten: Während ihren Müttern die deutsche Grammatik gelehrt wird, dürfen die Kleinen im Kinderzimmer spielen - davon konnte sich die Ministerin bei ihrem Besuch auch selbst ein Bild machen. Im Februar dieses Jahres bezog die Organisation die neuen Räumlichkeiten in der Schönngasse, womit laut einer Mitarbeiterin auch das Raumproblem gelöst wurde.(APA)

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