Zuerst denken, dann springen

16. März 2009, 11:06
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Indiegame-Tipp mit Azteken am Abgrund: "Flipside of the Divine" verbindet auf charmante Weise Jump'n-Run- und Puzzle-Game

 

Vor dem Springen: nachdenken, rauszoomen, sich Überblick verschaffen, einen Weg finden. Denn überhastete Aktionen führen in "Flipside of the Divine" vor allem in den Abgrund. Der Held, ein Azteke, muss durch eine 3D-Spielwelt aus schwebenden Platten geführt werden. Platten, die verkehrt herum liegen, lassen ihn aber ins Bodenlose fallen. Darum hat der Held einen Freund mit, einen mythischen Vogel, der, wenn er losfliegt, die ersten fünf Teile, die er überfliegt, wendet. Es werden dadurch aber nicht nur die verkehrt liegenden Platten benutzbar, auch die davor verwendbaren werden gewendet und zu bodenlosen Abgründen. Hört sich kompliziert an, ist aber nur gefinkelt.

Dieses Spielprinzip, arrangiert in komplexer werdenden Levels, gespickt mit Schlangen, die Platten selbstständig drehen, mit Feuerschwällen, die den Vogel stoppen und anderen, bösartigen Fallen macht "Flipside of the Divine" zu einer überraschend fesselnden Kombination aus Jump'n Run und Denkspiel. Als erste (wenn auch fern liegende) Assoziationen zum Spiel fielen mir das strategische Kistenverschieben von Sokoban ein (sehr, sehr lange her) und der erste Teil von Prince of Persia (Springen, Platten, Timing). Als Ergebnis eines schwedischen Uniprojekts bietet das kostenlose Indiegame jedenfalls einen durchdachten, kreativen Ansatz, der in einschlägigen Medien Anklang fand und zuletzt sogar in der Onlineausgabe der Washington Post gewürdigt wurde.

Also: runterladen, ausprobieren, nicht runterfallen!
http://www.flipsidegame.com/

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