Ich bin der Seebühnenkiller!

11. November 2008, 11:31
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007 zum Selbstballern: Das neue Bond-Spiel bietet kaum ein Quantum Trost.

 

Trostlos ist das Leben als Agent. Und zumindest diese Realität gibt das Game zum neuen Bond-Film "Ein Quantum Trost" recht gut wieder. Vor allem durchs Spieldesign. Die Single-Player-Modus versucht zwar abwechslungsreich zu sein, während er durch die Filmschauplätze führt. Diverse Geschicklichkeitssequenzen und ein lächerliches Nahkampfsystem, die die Ballerherausforderungen unterbrechen, fördern aber eher die Langeweile. Ob das Deckungssystems notwendig ist, mag Geschmacksfrage sein. Es wurde zumindest gut in die "Call of Duty 4"-Engine eingefügt. Letzte leistet in "Call of Duty 4" trotzdem viel bessere Dienste. Der Mulitplayer – mit wiederauferstandenem "Goldener Colt"-Modus - ist durchaus spielbar, am PC ist nervigerweise wieder eine Online-Registrierung Voraussetzung.

Die digitalen Begleiterscheinungen der Film-Blockbuster sind aber ohnehin nicht für jene gedacht, die Innovatives suchen, sondern für jene die sich noch einmal von der Aura der Geschichte einlullen lassen wollen. Die Produzenten nützen aus, dass Geschichte und Stimmung schon im Konsumentenkopf vorgeprägt sind und brauchen im Spiel nur mehr ein bisschen daran erinnern, indem sie billigerweise ein paar Filmszenen in 3D-Grafik nachstellen.

Immerhin darf man in einer digitalen Nachstellung der Bregenzer Seebühne herumballern. Für mich das erste Mal an einem Ort, wo ich auch im real life war. Von weiten kann man sogar das Kunsthaus sehen. Auch schon was.

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