Blasphemie als Wiedergeburt

12. August 2008, 12:15
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"Guitar Hero" und das Spiel mit der Popgeschichte: Jetzt ist Jimi Hendrix dran.

 

Es war alles nur eine Frage der Zeit. Spiele werden immer Populärmythen aufgreifen und mit ihnen ... ähm spielen. In diesen Jahren eignen sich also Spiele wie "Guitar Hero", "Rock Band" oder "SingStar" Popmusik und ihre Geschichte an. In großem Stil, der aber noch viel größer werden wird. Und der künftigen Umgang mit breitentauglicher Musik um eine Dimension erweitern wird.

Die Evergreens, die man schon an klapprige Baustellenradios und staubige Karaoke-Bars verloren glaubte, werden in zeitgemäßer Umrahmung in die scheinbaren Jugendgefilde der Musikspiele abgeschoben. Nur scheinbar, weil die Produkte ihrerseits mehr und mehr in ältere Konsumentenschichten wachsen. Die "alte" Branche profitiert, wie man hier sieht:
http://derstandard.at/?id=1216918411688

Die neue sowieso. Altes wird transformiert und durch den Fleischwolf einer neuen Generation und ihren technischen Möglichkeiten geschickt. Wie es immer war.

Im nächsten "Guitar Hero"-Teil werden also zwei Songs von Jimi Hendrix mit dabei sein: eine Live-Version von "Purple Haze" und "The Wind Cries Mary", weitere Titel zum Downloaden sollen folgen.

Konservative Gemüter brauchen nur so lange innezuhalten, bis das Gefühl, mit enormer Blasphemie konfrontiert zu sein, langsam der Akzeptanz weicht, dass es verschiedene Zugänge zum Heiligtum gibt.

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http://derstandard.at/?id=1218533818882

 

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