Eli Lilly erhöht Jahresziel

21. Oktober 2009, 15:39
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Starke Nachfrage nach Medikamenten zur Bekämpfung von Krebs und Depressionen

New York - Der US-Pharmakonzern Eli Lilly hat nach einem überraschenden Gewinnsprung im dritten Quartal seine Jahresziele angehoben. Der in Indianapolis ansässige Konzern profitierte von einer starken Nachfrage nach seinen Top-Medikamenten zur Bekämpfung von Krebs sowie Depressionen. Lilly erwirtschaftete im Zeitraum Juli bis September einen Nettogewinn von 941,8 Mio. Dollar (631 Mio. Euro) nach einem Verlust von 465,6 Mio. Dollar vor Jahresfrist.

Noch vor einem Jahr hatten unter anderem hohe Strafzahlungen in den USA im Zusammenhang mit umstrittenen Werbepraktiken beim Schizophrenie-Mittel Zyprexa den Konzern in die roten Zahlen gedrückt. Die Aktie legte vorbörslich um 2,2 Prozent zu.

Vor Sonderaufwendungen erwirtschaftete der Konzern einen Gewinn je Aktie von 1,20 Dollar. Analysten hatten nur 1,02 Dollar erwartet. Im abgelaufenen Quartal summierten sich die Sonderkosten auf 549,8 Mio. Dollar, dazu zählten Wertberichtigungen und Kosten im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Fabrikation. Auch ein Vergleich mit einzelnen Bundesstaaten im Zusammenhang mit Zyprexa lastete auf der Bilanz.

Konzernchef John Lechleiter zeigte sich mit den Quartalszahlen zufrieden. "Lilly liefert weiter solide Finanzergebnisse", erklärte der Manager. Für das Gesamtjahr stellte er nun einen Gewinn je Aktie vor Sonderposten von 4,30 bis 4,40 Dollar in Aussicht. Bisher waren 4,20 bis 4,30 Dollar je Anteilsschein angekündigt.

Lilly setzte im dritten Quartal 5,56 Mrd. Dollar um, das sind sieben Prozent mehr als vor Jahresfrist. Analysten hatten 5,41 Mrd. Dollar erwartet. Mit dem Mittel gegen Depressionen Cymbalta kam Lilly auf einen Umsatz von 790,2 Mio. Dollar - ein Plus von zehn Prozent. Mit dem Krebsmittel Alimta kletterten die Erlöse sogar um 47 Prozent auf 461,9 Mio. Dollar. (APA/Reuters)

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