Finanzinvestor Bluo kauft Woolworth Österreich

21. Oktober 2009, 15:21
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Die zwölf Filialen mit 250 Mitarbeiten wurden zu 100 Prozent vom Private Equity Fonds "Bluo"gekauft

Wien - Das Tauziehen um den Verkauf von Woolworth Österreich ist vorbei: Die zwölf Filialen mit 250 Mitarbeiten wurden zu 100 Prozent vom Private Equity Fonds "Bluo"gekauft. Seitdem ist der Österreich-Zweig unabhängig von der deutschen Mutter, sagte der neue Geschäftsführer Markus Roschel am Mittwoch. Wie viel Geld der dem Vorbesitzer (DWW-Group) bezahlt wurde, sagte Roschel nicht.

Im Moment werde das Geschäft wie bisher abgewickelt, sagte Roschel. Für die Zukunft gebe es "Fantasien", aber es "muss alles sorgfältig geprüft werden". Hinter dem neuen Besitzer stehen die beiden ehemaligen Arques-Chefs Peter Löw und Martin Vorderwülbecke. Bluo kaufte unter anderem die Werkstattkette Pit-Stop und die Modekette Adler. Im Besitz von Löw und Vorderwülbecke befindet sich auch die Nachrichtenagentur ddp.

Woolworth Österreich hat seit 1998 nichts mehr mit der amerikanischen Mutter zu tun. Im Rahmen eines Management Buy Out haben sich damals die österreichische und die deutsche Schwester gelöst. 2007 erzielte das Billigkaufhaus in Österreich einen Umsatz von 38,43 Mio. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) belief sich auf -1,55 Mio. Euro und der Jahresverlust lag bei -1,64 Mio. Euro, geht aus der im Firmenbuch veröffentlichten Gewinn- und Verlustrechnung hervor.

Woolworth Deutschland hat im April 2009 den Insolvenzantrag gestellt und bekanntgeben, nur noch 142 der bisher 311 Filialen in Deutschland weiter zu betreiben. Anfang September wurden zwei Käufer für rund 100 deutsche Filialen gefunden. Dabei handelt es sich nach Angaben aus Verhandlungskreisen um den Textil-Diskonter NKD und die Drogeriemarktkette Schlecker. (APA)

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