Wo gilt der Numerus Clausus?

21. Oktober 2009, 16:52
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Grundlage für Zugangsbeschränkungen an Österreichs Universitäten sind Studienrichtungen in Deutschland mit einer Numerus Clausus-Regelung

Numerus Clausus bedeutet "begrenzte Anzahl" und besagt, dass für ein Studium nur eine begrenzte Anzahl an Studienplätzen verfügbar ist. Wie und an wen diese vergeben werden, hängt von gesetzlichen Richtlinien ab, in erster Linie aber von den Abschlussnoten der Bewerber.

Zwei Arten von Regelungen sind in Deutschland zu unterscheiden: Die Zentrale Vergabestelle für Studienplätze (ZVS) vergibt Studienplätze für die Studiengänge Medizin, Pharmazie, Psychologie, Tiermedizin und Zahnmedizin. Also für Studien, bei denen es in Österreich auch Zulassungsbeschränkungen gibt. Die ZVS vergibt aber weniger als ein Drittel der Studienplätze. Bei allen anderen Studienangeboten hat jede Hochschule in Abstimmung mit dem Kultusministerium des Bundeslandes die Möglichkeit, weitere Fächer mit einem so genannten Orts-​ bzw. Universitäts-​Numerus-clausus zu belegen. Das eröffnet in Österreich die Möglichkeit, für mehr Studien Zulassungsbeschränkung einzuführen.

Welche Studien kommen in Frage?

Der österreichische Notfallparagraf gilt nicht nur für die großen Studienrichtungen, die einer bundesweiten Numerus-Clausus-Regelung unterliegen, sondern auch für alle Studien mit einem Orts- bzw. Universitäts-Numerus-Clausus. Dadurch kommen eine Vielzahl von Studienrichtungen in Frage. So könnten beispielsweise für Philosophie, Soziologie, Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft,und Geschichte Zugangsbeschränkungen eingeführt werden, sofern die Studienbedingungen unvertretbar werden. (krm, derStandard.at, 21.10.2009)

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