Die kommenden Features von Firefox

21. Oktober 2009, 14:40
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Version 3.6, 3.7 und 4.0 will Mozilla innerhalb eines Jahres veröffentlichen - Schritt für Schritt wird Firefox umgekrempelt

Innerhalb eines Jahres will Mozilla drei neue Versionen von Firefox veröffentlichen. Die Beta von Firefox 3.6 soll in wenigen Tagen kommen, die Finale Version noch im Lauf des Jahres. Nach einem Intermezzo mit Firefox 3.7 will man im Herbst 2010 schließlich Version 4.0 ins Web entlassen. In einem Interview mit Cnet haben Mozilla-CEO John Lilly und Mike Shaver, Vizepräsident der Produktentwicklung, einen Überblick über die Features der kommenden Versionen gegeben.

Personas und mehr Speed in 3.6

Eine der wichtigsten Neuerungen von 3.6 soll die Integration von Personas sein. Derzeit als Add-On verfügbar, ermöglicht es Personas die Skins des Browsers mit einem Klick zu ändern, ohne den Browser neu starten zu müssen. Zudem soll 3.6 flotter laufen, da aktive Tabs mit höherer Priorität behandelt werden und schneller laden. Neue Tabs werden direkt neben dem aktiven Tab geöffnet, statt rechts neben allen geöffneten Tabs.

Prozessauslagerung unter 3.7

Firefox 3.7 soll stärkere Veränderungen unter der Oberfläche bringen. Plug-Ins werden für mehr Sicherheit in einen separaten Prozess ausgelagert. Laut Lilly habe es in den vergangenen Monaten mehrere Abstürze gegeben. Das weise auf verstärkte Angriffe aus dem Web mittels Lücken in Flash hin. Mit der Aufsplittung in separate Tasks könnte der Browser zudem besser von Multikern-Prozessoren profitieren. Neu in 3.7 wird auch die Möglichkeit sein, direkt aus der Awesome Bar heraus zwischen den aktiven Tabs zu wechseln. Mit der übernächsten Version soll es zudem stärkere Veränderungen an der Benutzeroberfläche geben, wobei man sich hier aber noch nicht festgelegt habe. Wahrscheinlich sei, dass die Stop- und Reload-Buttons zu einem zusammengelegt werden, statt dem Home-Button ein Home-Tab eingeführt wird und die Menü-Leiste versteckt werden kann. Beginnend bei Firefox 3.6 soll der Browser zudem stärker der Optik von Windows 7 und Mac OS X angepasst werden.

4.0 mit neuem Add-on-Framework

Mit Firefox 4.0 soll schließlich jeder Tab in einen eigenen Prozess ausgelagert werden, was noch mehr Stabilität und ein besseres Zusammenspiel mit Multicore-Systemen bringen soll. Mit Version 4.0 will Mozilla auch das neue Add-On-Framework Jetpack einführen, das Web-basierte Technologien für die Entwicklung von Erweiterungen nutzt. Jetpack-Erweiterungen sollen sich dadurch einfacher schreiben lassen und sie können ohne Neustart übernommen werden. Letztendlich soll noch mehr am Design verändert werden - Such- und Adresszeile sollen beispielsweise zusammengelegt werden und die Tabs werden am oberen Browser-Rand angezeigt um den Fensterinhalten mehr Platz einzuräumen. Features, die bereits von Google Chrome  bekannt sind. (red)

 

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    Mozilla will innerhalb eines Jahres drei neue Firefox-Versionen auf den Weg schicken.

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