Assassin's Creed 2: Battle Royal

21. Oktober 2009, 15:17
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Der Assassine kehrt zurück und bestreitet in der Renaissance seinen Rachefeldzug

15. Jahrhundert, Blut fließt durch die verwinkelten Straßen von Florenz. Eine Fehde zwischen den Adelsfamilien Medici und Pazzi ist entbrannt. Mittendrin muss sich der noch junge Ezio Auditore da Firenze beweisen. Anders als im ersten Teil des Action-Adventures Assassin's Creed findet man sich zu Beginn nicht gleich in der Rolle eines mit allen Wassern gewaschenen Assassinen wieder.

Lotterleben und Schicksalstag

Hin und her gerissen vom Lotterleben eines Banker-Sohns und der vorgesehenen Berufung muss man erst in seine Rolle hineinwachsen. Doch als die Familie Medici - die mächtigste Familie Italiens - ein grauenhaftes Schicksal ereilt, ist die Zukunft Ezios in Stein gemeiselt und die Rache sein.

Die erste Stunde in Assassin's Creed 2 spielt sich wie ein Tutorial. Man lernt es an Häuserwänden heraufzuklettern, über die prachtvollen Ziegeldächer der Stadt zu springen und sich an Mann und Maus vorbeizuschleichen. Man lernt es unauffällig zu agieren und seine Feinde zu überraschen.

Realität und Fiktion

Bewunderer der Renaissance kommen voll auf ihre Kosten. Der Rachefeldzug führt nicht nur über Florenz, Venedig, Rom und das Land der Toskana sondern auch vorbei an den unzähligen Kunstwerken und Schönheiten der Zeit. Man trifft als Medici das hilfreiche Genie Leonardo da Vinci und lässt sich von ihm mit praktischen Gadgets wie einem Gleiter ausstatten.

Die Entwickler und Autoren haben es dabei gut verstanden Fakten und Fiktion miteinander zu verschmelzen. Die Sehenswürdigkeiten von einst, wie die Rialto Brücke, wurden detailgetreu nachgebaut und anhand von alten Plänen umgesetzt. Reale Persönlichkeiten wurden in die glaubhafte Fantasie verstrickt, sodass man das Leben von damals nachempfinden kann.

Blutig    

Am eigentlichen Element des Spiels hat sich kaum etwas geändert, nur dass es von allem mehr gibt. Man kann nun im Canale Grande schwimmen und über die Dächer fliegen und die Waffenfertigkeiten wurden ausgebaut. Nach wie vor eilt man von Bösewicht zu Oberschurke, um seinen Rachefeldzug fortzuführen. Wachen stößt man von Häuserdächern und korrupten Politikern rammt man eine Klinge in den Hals. Wer kein Blut sehen kann, sollte lieber wegschauen, denn die Schaffer haben die Folgen von Nahkämpfen mit Dolch, Schwert und Axt penibel genau dokumentiert.

Mehr Abwechslung 

Der größte Haken beim ersten Teil war die rasch einkehrende Monotonie im Gameplay. Hier wollen die Entwickler nachgebessert haben. Nicht nur soll es einem frei stehen, schleichend zu agieren oder die Konfrontation mit Feinden zu suchen, sondern wird es auch Shops für neue Waffen und Upgrades geben. Satte 100 Missionen umfasst der Haupthandlungsstrang, weitere 100 Nebenmissionen ermöglichen die Erkundung der vielseitigen Welt abseits der Story. Käufer der PSP- und PS3-Version können sogar noch mehr Waffen und Gadgets freischalten.

Spannung

Dem Ersteindruck nach zu urteilen ist die Nachempfindung des Lebens im 15. Jahrhundert in den Prunkstätten Italiens gut gelungen. Die digitalen Straßen und Monumente wurden mit viel Liebe zum Detail gepflastert und die historischen Charaktere clever in die Geschichte eingebunden. Bleibt abzuwarten, ob Assassin's Creed 2 auch auf Dauer spielerisch überzeugen kann. Der Titel erscheint am 20. November für Xbox 360 und PlayStation 3, die PC-Version wurde auf das erste Quartal 2010 verschoben.

(Zsolt Wilhelm, derStandard.at, 21.10.2009)

  • Assassin's Creed 2 erscheint am 20.11.2009 für Xbox 360 und PS3
    foto: ubisoft

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