Pilotprojekt zum Schutz heimischer Amphibien

21. Oktober 2009, 14:17
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Zu schnelle Austrocknung der Mach-Auen soll verhindert werden

Gänserndorf - Durch Flussregulierungen und Trockenlegungen ist der Lebensraum vieler heimischer Amphibien stark bedroht. An der March bei Marchegg soll nun das Pilotprojekt "Lange Luss", das vom WWF gemeinsam mit der Kampagne "vielfaltleben" vom Umweltministerium durchgeführt wird, dabei helfen, die Tierpopulationen zu erhalten, teilte der WWF in einer Aussendung am Mittwoch mit.

Vor Beginn der Winterruhe werden die Sutten - langgezogene Wiesensenken, die früher Flussarme der March waren - vertieft und ausgemäht. Damit soll verhindert werden, dass die Au zu schnell austrocknet: "Mit dem Projekt sorgen wir dafür, dass sich das Wasser bis zum Ende der Laichperiode in den Sutten hält", erklärte WWF-Projektkoordinatorin Bernadette Strohmaier.

In Zukunft soll aber nicht der Mensch, sondern die natürliche Flussdynamik für eine intakte Auen-Wildnis sorgen. Durch Renaturierungsmaßnahmen sollte den Flüssen wieder mehr Raum zur Ausbreitung gegeben werden - dann würde sich bald von selbst eine vielgestaltige und lebendige Wasserwelt March-Thaya-Auen entwickeln, hieß es. (APA/red)

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