Sturms Ziel ist ein Punkt

21. Oktober 2009, 15:09
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Coach Foda erwartet ähnliches Spiel wie in Istanbul - Stärken der Griechen liegen im Spiel nach vorne

Graz - Der steirische Fußball-Bundesligist SK Sturm Graz will nach dem 1:1 in Istanbul am Donnerstag (21.05 Uhr/live Sky) auch in der dritten Runde der Europa-League-Gruppenphase auswärts bei Panathinaikos Athen bestehen. "Wir haben oft genug bewiesen, dass wir jeden Gegner besiegen können. Wer in Istanbul und Charkiw besteht, kann auch in Athen bestehen", meinte Coach Franco Foda, der Mittwochvormittag optimistisch nach Griechenland reiste.

Gegner-Studium

Der Deutsche hat den vom Niederländer Henk ten Cate betreuten griechischen Tabellenführer beim 4:0-Heimsieg gegen Larissa vor zweieinhalb Wochen einmal selbst unter die Lupe genommen, zusätzlich wurden DVDs studiert. "Sie haben ein ähnliches Spielsystem wie Galatasaray und die gleiche Ordnung. Nur sind die Griechen im Spiel nach hinten doch etwas disziplinierter als die Türken", erwartet Foda eine ähnliche Partie wie im Ali-Sami-Yen-Stadion vor zwei Wochen.

Die Stärken des Gegners liegen wie schon bei Milan Baros und Co. vor allem in der Offensive. "Sie sind im Spiel nach vorne mit Leto, Cisse, Salpingidis und Karagounis sehr gut besetzt, darauf müssen wir uns einstellen", strich Foda die Vorzüge des Super-League-Spitzenreiters hervor. Allerdings sah der Chefcoach der Grazer bei seiner Spionagereise auch Fehler im Spiel nach hinten, die es auszunützen gilt.

Keine Angst vor Olympiastadion

Positiv ist für den österreichischen Tabellendritten, dass sich das Olympiastadion Spiros Louis nicht als Hexenkessel präsentieren wird, erwartet werden rund 35.000 Besucher in der 74.000 Fans fassenden Arena. "Es ist ein ganz anderes Stadion wie in Istanbul, mit einer Laufbahn. Wenn man im Ali-Sami-Yen-Stadion besteht, braucht man vor Athen keine Angst haben", merkte Foda an.

Wie schon in der Türkei ruhen die Hoffnungen des Tabellendritten, bei dem nur die verletzten Kienzl und Lamotte fehlen und der wieder fitte Griechenland-Spezialist Mario Haas zumindest ein Kurz-Comeback geben könnte, vor allem auf Daniel Beichler. "Die Erwartung und Einstellung können nur gleich wie gegen Istanbul sein", betonte der 21-Jährige. Man müsse aus einer kompakten Defensive heraus mutig nach vorne spielen und die Konterchancen nützen.

Beichler auf Beute aus

"Es wird ein ähnliches Spiel wie in Istanbul werden, dementsprechend haben wir große Chancen auch etwas mitzunehmen", war Beichler, dem es derzeit großen Spaß macht an vorderster Front zu agieren, optimistisch. Der Jungstar der Grazer hält in dieser Saison bereits bei sieben Meisterschafts- und drei Europa-League-Toren.

Die Bundesliga-Partie gegen Österreichs Rekordmeister Rapid hat der ÖFB-Teamspieler am Sonntag im Alleingang mit dem Treffer zum 1:0 entschieden. Der Erfolg war für die "Blackies" extrem wichtig, auch wenn die Leistung vor allem vor der Pause zu Wünschen übrig gelassen hatte. "Auch wenn es kein gutes Spiel war, so war es für das Selbstvertrauen trotzdem wichtig, gegen Rapid zu gewinnen", sagte Mario Sonnleitner.

Coach Foda hofft, dass seine Truppe aus den Fehlern des Spiels gelernt hat. "Wir müssen so spielen wie in der zweiten Hälfte, da waren wir aggressiv und haben den Gegner in den Griff bekommen. Passfehler dürfen wir uns keine erlauben, die nützen sie eiskalt aus", meinte der Grazer Cheftrainer.

Vorentscheidung

Nach einem schlechten Spiel mit drei Punkten nach Hause zu fliegen, würde die Grazer diesmal aber jedenfalls sicher nicht stören. Immerhin ist es für die Foda-Elf wohl schon eine Partie mit vorentscheidendem Charakter im Hinblick auf einen möglichen Aufstieg. Bei einer Niederlage und einem gleichzeitig zu erwartenden Sieg von Galatasaray über Dinamo Bukarest würde sich der Rückstand auf das Führungsduo nämlich bereits auf fünf bzw. sechs Punkte vergrößern. Nach zwei Runden führt Galatasaray (4) die Tabelle vor Panathinaikos (3), Bukarest (3) und Sturm (1) an.

"In den nächsten beiden Spielen wird man sehen, wo es hingeht. Wenn wir Zweiter werden wollen, sollten wir in Athen punkten", ist sich Foda bewusst. "Panathinaikos ist der große Favorit, eine Spitzenmannschaft, wir fahren aber nicht hin, damit wir Urlaub machen, sondern wollen mindestens einen Punkt machen", gab Kapitän Andreas Hölzl die Marschroute vor.

Die Grazer werden in Athen von rund 350 Fans, die via Flugzeug genauso wie Präsident Hans Rinner erst am Donnerstag anreisen, unterstützt. (APA)

Mögliche Aufstellungen:
Europa-League am Donnerstag - Gruppe F, 3. Runde

  • Panathinaikos Athen - SK Sturm Graz (Athen, Olympiastadion Spiridon Louis, 21.05 Uhr/live Sky, SR Peter Rasmussen/DEN)

Panathinaikos: Tzorvas - Gabriel, Vyntra, Bjarsmir, Spyropoulos - Gilberto Silva, Katsouranis - Ninis/Salpingidis, Karagounis, Leto - Cisse
Ersatz: Galinovic/Karnezis - Sariegi, Kante, Darlas, Simao, Rukavina, Xristodoulopoulos
Es fehlen: Marinos, Petropoulos (beide verletzt), Mahlelis, Tziolis, Clayton Silva, Mantzios (alle nicht im Kader), Seitaridis (nicht einsatzberechtigt)

Sturm: Gratzei - Ehrenreich, Schildenfeld, Sonnleitner, Kandelaki - Hölzl, Hlinka, Weber, Jantscher - Muratovic, Beichler
Ersatz: Lukse - Feldhofer, Prettenthaler, Haas, Lavric, Foda, Bukva, Hassler, Tauschmann, Maric, Weinberger, Klem
Es fehlen: Kienzl, Lamotte (beide verletzt)

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    Foda weiß, was Sturm in Athen erwartet: "Sie sind im Spiel nach vorne mit Leto, Cisse, Salpingidis und Karagounis sehr gut besetzt, darauf müssen wir uns einstellen"

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