Ridley Scott verfilmt Gucci-Mord

21. Oktober 2009, 12:59
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Weitere Projekte: Märchen-Collagen vom "Shrek"-Regisseur, Will Ferrell als Indie-Autor, Laura Dern bei den "Fockers" und viele Stars für Redfords Lincoln-Film

Rom/Los Angeles - Starregisseur Ridley Scott plant einen Film über den Mord an dem italienischen Unternehmer Maurizio Gucci, Spross des renommierten Modehauses Gucci, der 1995 in Mailand im Auftrag seiner Frau Patrizia Reggiani ermordet worden ist. Die Rolle Reggianis will Ridley Scott der Starschauspielerin Angelina Jolie anvertrauen, berichteten italienische Medien am Mittwoch.

Im Film "Gucci" solle es um die Erfolge und den Niedergang der bekannten toskanischen Designerfamilie von den Anfängen bis zu Maurizio Guccis Mord gehen. Die Filmproduktionsgesellschaft Fox 2000 rechnet mit dem Beginn der Dreharbeiten im kommenden Jahr. Für die Rolle von Maurizio Gucci denkt Scott an Leonardo DiCaprio, der jedoch seine Zustimmung noch nicht gegeben hat.

Seinen Plan, einen Film über den Gucci-Mord zu drehen, hatte Ridley Scott bereits vor zwei Jahren bekannt gegeben. Damals hatte die Familie Gucci mit legalen Aktionen gedroht, wenn der Film den Mord auf für die Dynastie beleidigende Weise dargestellt hätte.

Maurizio Gucci war am 27. März 1995 vor seinem Büro in Mailand auf offener Straße erschossen worden. Laut Anklage war es ein "eiskalt geplantes Verbrechen". Patrizia Reggiani habe es nicht ertragen, von ihrem Mann verlassen worden zu sein und ihren gesellschaftlichen Status als Jetset-Königin verloren zu haben. Sie soll einem Killer für den Mord 258.228 Euro bezahlt haben. Sie selbst beteuerte stets ihre Unschuld und sprach von einer "Verschwörung" der vier anderen Angeklagten gegen sie.

Als Auftraggeberin des Mordes wurde Reggiani zu 26 Jahren Haft verurteilt. Nach Auffassung der Anklagevertretung handelte sie aus "Geldgier, Neid und Hass". Die Frau sitzt seit Anfang 1997 in Mailand im Gefängnis. Seit Jahren kämpfen Reggianis Töchter Alessandra und Allegra um die Freilassung ihrer Mutter aus gesundheitlichen Gründen.

"Monster Squad" und "Once Upon a Time"

US-Regisseur Mike Mitchell, der noch an der vierten "Shrek"-Folge "Shrek Forever After" arbeitet, hat schon neue Aufträge in der Tasche. "Variety" zufolge hat ihm das Studio Warner Bros. nun den seit langem geplanten lustigen Fantasy-Streifen "Monster Squad" übertragen. Darin geht es um Kinder, die Schreckgespenster unter ihren Betten vermuten und ihnen den Kampf ansagen. Die neueste Drehbuchfassung stammt von Brad Copeland ("Yogi Bear"), die Dreharbeiten sollen im kommenden Sommer anlaufen.

Mitchell gab kürzlich auch seine Zusage für den Live-Action-Spielfilm "Once Upon a Time", der Aschenputtel, Schneewittchen und Dornröschen zusammenbringt. Die Märchenfiguren machen sich darin auf die Suche nach ihren vermissten Prinzen-Ehemännern. Sein Komödientalent hat Mitchell bereits mit den Filmen "Sky High - Diese Highschool hebt ab!", "Surviving Christmas" und "Rent-A-Man" (Deuce Bigalow: Male Gigolo) unter Beweis gestellt.

"Everything Must Go"

Nach Großproduktionen wie "Die fast vergessene Welt" und "Die Eisprinzen" lässt sich Komödienstar Will Ferrell auf einen kleinen Independent-Film ein. Der Schauspieler übernimmt die Hauptrolle in dem Comedy-Drama "Everything Must Go", berichtet "Variety". Der Werbefilmer Dan Rush gibt damit sein Regiedebüt. Er schrieb auch das Drehbuch, das auf einer Kurzgeschichte von Raymond Carver basiert.

Ferrell spielt einen arbeitslosen Mann, der von seiner Ehefrau mit seinen Besitztümern vor die Tür gesetzt wird und nun versucht, sein Hab und Gut zu verkaufen. Rush will im Frühjahr mit den Dreharbeiten beginnen. Sein erster Spielfilm soll nicht mehr als zehn Millionen Dollar kosten. Ferrell dürfte nebenbei mit seinen anderen Projekten gut verdienen. Zusammen mit Brad Pitt verleiht er seine Stimme den Figuren der animierten Superhelden-Komödie "Oobermind". Ferrell spielt in der Titelrolle einen Bösewicht, dessen Träume wahr werden, nachdem er seinen guten Rivalen Metro Man (Pitt) besiegt hat.

"Little Fockers"

Neben Ben Stiller, Teri Polo, Robert de Niro, Blythe Danner, Jessica Alba und Owen Wilson wird jetzt auch Laura Dern mit der Focker-Familie ihren Spaß haben. Dem "Hollywood Reporter" zufolge tritt Dern in einer weiteren Fortsetzung des derben Familienklamauks "Meine Braut, ihr Vater und ich" als Leiterin einer Volksschule in Aktion.

Paul Weitz inszeniert den Streifen mit dem vorläufigen Titel "Little Fockers". In der letzten Folge "Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich", die 2005 in den Kinos zu sehen war, spielten Barbra Streisand und Dustin Hoffman die freakigen Eltern des chaotischen Greg (Ben Stiller). Dern war zuletzt 2007 in dem Kriminalfilm "Lonely Hearts Killers" auf der Leinwand zu sehen und einst mit "Jurassic Park" und mit David-Lynch-Filmen einem breiten Publikum bekannt geworden.

"The Conspirator"

Robert Redford ("Von Lämmern und Löwen") hat eine Starbesetzung für sein Drama "The Conspirator" zusammen. Wie das Filmblatt "Hollywood Reporter" berichtet, stehen neben Robin Wright Penn, Justin Long und James McAvoy auch Evan Rachel Wood, Kevin Kline und Tom Wilkinson vor der Kamera. Die Dreharbeiten zu dem Historien-Drama über das Attentat auf US-Präsident Abraham Lincoln laufen in diesem Monat im US-Bundesstaat Georgia an.

Im Mittelpunkt steht Penn ("State of Play - Stand der Dinge") als Mary Surratt, die einzige Frau in dem Kreis der Verschwörer. Ihr Gegenspieler ist der Anwalt Frederick Aiken (James McAvoy, "Abbitte"), ein idealistischer junger Kriegsheld, der zunächst widerstrebend ihre Verteidigung übernimmt. Im Laufe des Prozesses kommt er jedoch zu der Überzeugung, dass Surratt unschuldig ist. Wood schlüpft in die Rolle von Surratts Tochter Anna. (APA)

 

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    Taucht ein in italienische Verhältnisse: Ridley Scott

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