Von Haarwuchsmittel bis "Sesselkoffer"

Maria Kapeller, 21. Oktober 2009, 17:09
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    foto: öpa/astrid bartl

    Friedrich Rödler, Präsident des Österreichischen Patentamtes: "Vor einer Anmeldung sollte man unbedingt die Erfindung geheim halten - weil sonst kein Patentschutz mehr möglich ist."

     

    Zur Person:

    Friedrich Rödler, Jahrgang 1954, studierte Rechtswissenschaften in Wien. Er war von 1973 bis 1978 in der Finanzverwaltung tätig und von 1978 bis 2001 Mitglied des Rechnungshofes. Von 2001 bis 2005 war er Generalsekretär des Innovationsministeriums. Seit 2005 ist er Präsident des Österreichischen Patentamtes, das er seit Oktober 2004 provisorisch leitete.

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    Pro Jahr werden beim Österreichischen Patentamt rund 3.500 Erfindungen, 8.000 Marken und 1.200 Muster angemeldet.

Friedrich Rödler, Päsident des Österreichischen Patentamtes, über kuriose Ideen, wie man Erfindungen davor bewahren kann, geklaut zu werden, und über die Innovationsschutznovelle

Wie viele Erfindungen werden pro Jahr in Österreich angemeldet? Wie viel kostet ein Patent? Gibt es den "typischen Erfinder" in unseren Breiten überhaupt? derStandard.at hat die am Dienstag im Ministerrat beschlossene Innovationsschutznovelle zum Anlass genommen, einen Einblick in das österreichische Patentwesen zu geben. Friedrich Rödler, der Präsident des Österreichischen Patentamtes, hat im Gespräch mit Maria Kapeller alle Fragen rund um das Patentwesen beantwortet.

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derStandard.at: Wie viele Erfindungen werden pro Jahr in Österreich beim Patentamt angemeldet?

Friedrich Rödler: Wir erhalten im Schnitt zehn Erfindungsanmeldungen pro Tag, also jährlich knapp 3.500.

derStandard.at: Welcher Teil betrifft Firmen, welcher private Erfinder? Wie hoch ist der Frauenanteil bei den Anmeldungen?

Rödler: Diese Frage ist schwierig zu beantworten, da man sowohl als "Privatperson" als auch als Unternehmen anmelden kann. Das heißt, wir wissen nicht, ob sich hinter der Person X (auch) ein Unternehmer oder eine Unternehmerin verbirgt.

Eine Auswertung der Erfindungsanmeldungsdaten von 2008 und des ersten Halbjahres 2009, die wir im Hinblick auf die Fragestellung nach Erfinderinnen gemacht haben, hat folgendes ergeben: Der nationale Anteil an Erfinderinnen liegt deutlich unter fünf Prozent, was in Einklang mit europäischen Studien steht. Rund 60 Prozent der Anmeldungen stammen von Männern, rund drei Prozent von Frauen und rund 37 Prozent sind von Unternehmen.

derStandard.at: Gibt es den "typischen Tüftler", den privaten Erfinder aus Leidenschaft, in Österreich? Welche Erfindungen werden von ihm zum Beispiel angemeldet?

Rödler: Das ist schwierig zu beantworten, weil wir ja die Vorgeschichte einer jeden Anmeldung nicht kennen, ob da irgendwo in einer Garage oder einem Hinterhof jemand an seinen Erfindungen tüftelt. Bei uns landen nur die eingereichten Erfindungen. Tatsache ist aber, dass es viele Einzelpersonen gibt, die bei uns einreichen. Nicht immer sind das "spektakuläre" Sachen, aber es ist ein Querschnitt durch das österreichische alltägliche Leben. 

Beispiele für Anmeldungen sind etwa Hochwasserschutzfolien, Wärmeschutz oder Mauerentfeuchtung. Aber auch Rutschhemmungen, Haarwuchsmittel, eine Strumpfhose zum leichteren An- und Ausziehen für den medizinischen Bereich. Weitere Erfindungen sind Universalnussknacker oder ein Geschirrspüler-Einsatz für hohe Gläser, damit sie nicht umfallen. Außerdem wurde ein Sessel und Koffer in einem erfunden, zum Beispiel als Ersatz für eine Sitzgelegenheit am Flughafen. Weitere Anmeldungen betreffen zerlegbare Banknoten, ein Gerät zur Sicherung von Blutspuren, ein Schmuckstück aus thermoplastisch veränderbaren Textilien oder eine Antischnecken-Schiene - die Erfindungen gehen also quer durch alle technischen Gebiete.

Wir hoffen aber natürlich vor allem auf innovationsfreudige KMUs (Kleine und mittlere Unternehmen; Anmerkung), diese machen immerhin rund 96 Prozent aller Wirtschaftsunternehmen aus. Und sie haben durchschaut, dass man sich nur durch Innovationen einen Vorsprung verschaffen kann.

derStandard.at: Was sollte man allgemein beachten, wenn man eine Erfindung anmelden möchte?

Rödler: Vor einer Anmeldung sollte man unbedingt die Erfindung geheim halten - weil sonst kein Patentschutz mehr möglich ist. Außerdem sollte man sich fragen beziehungsweise recherchieren, ob nicht schon jemand dieselbe Erfindung gemacht hat. Wichtig ist auch zu wissen, ob die Erfindung überhaupt einen Markt hat und wo. Außerdem sollte man nachfragen, ob nicht bestehende Schutzrechte verletzt werden.

derStandard.at: Neben dem Erfindungsschutz gibt es auch den Marken- und Designschutz. Wie viele Anmeldungen gibt es hier pro Jahr?

Rödler: Bei den Marken sind es rund 8.000 pro Jahr, bei den Mustern rund 1.200.

derStandard.at: Der Erfindungsschutz hat nur in Österreich Gültigkeit. Heißt das, in jedem anderen Land kann eine österreichische Erfindung "geklaut" werden?

Rödler: Gewerbliche Schutzrechte sind prinzipiell territoriale Rechte, das heißt, sie gelten nur dort, wo sie angemeldet beziehungsweise erteilt wurden. Aber: Über unterschiedliche Abkommen, zum Beispiel das Europäische Patentübereinkommen oder den Internationalen Vertrag über die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Patentwesens (PCT), ist eine Erweiterung möglich. "Geklaut" kann eine Erfindung werden, wenn im entsprechenden Land kein Schutz besteht. Gegen Einfuhr fremder Produkte ist man in jenen Ländern geschützt, wo Patentschutz besteht.

derStandard.at: Wo liegt der Unterschied bei der Patent- und Gebrauchsmusteranmeldung?

Rödler: Ein Gebrauchsmuster weist im Gegensatz zum Patent im Wesentlichen folgende Unterschiede auf: Es hat eine kürze Laufzeit von zehn statt 20 Jahren, es fallen geringere Kosten an, es gibt keine Gebührenstundung und keine gewerbe- bzw. steuerrechtlichen Begünstigungen.

Außerdem gilt die Neuheitsschonfrist. Das heißt, dass trotz einer Veröffentlichung durch den oder die ErfinderIn bis zu sechs Monaten vor der Anmeldung eine Gebrauchsmusteranmeldung noch möglich ist. Darüber hinaus ist es möglich, auch Programmlogiken zu schützen. Ein Gebrauchsmuster wird bei Vorliegen der gesetzmäßigen Unterlagen jedenfalls registriert - es wird nicht geprüft, ob es die Erfindung bereits gibt.

derStandard.at: Ein Patent hat eine maximale Laufzeit von 20 Jahren. Kann es dann verlängert werden? 

Rödler: Nein. Die einzige Ausnahme ist ein ergänzendes Schutzzertifikat, das die Laufzeit eines Patentes für zulassungspflichtige Arznei- oder Pflanzenschutzmittel - und nur für solche - um bis zu fünf Jahre verlängert.

derStandard.at: Welche Kosten kommen auf einen zu, wenn man eine Erfindung beim Patentamt anmelden möchte? 

Rödler: Bislang rund 500 Euro Patentgebühren für das gesamte Verfahren inklusive der ersten beiden Jahresgebühren. Durch die Innovationsschutznovelle gilt voraussichtlich ab dem 1. Jänner 2010 folgendes: 180 Euro für die Anmeldung, die ersten fünf Jahresgebühren sind dann frei.

Bei Gebrauchsmuster betrug die Gebühr bislang rund 350 Euro für gesamte Verfahren inklusive der ersten Jahresgebühr, ab dem 1. Jänner 2010 betragen die Kosten 50 Euro für die Anmeldung, 130 Euro für die Veröffentlichung, die ersten drei Jahresgebühren sind dann frei. Das bedeutet eine Ersparnis bei den Jahresgebühren bei Patenten von 370 Euro und bei Gebrauchsmustern von 160 Euro.

Wer das Anmeldeverfahren in professionelle Hände legen möchte, hat die Möglichkeit, sich an einen Patentanwalt zu wenden.

derStandard.at: Sie haben an der Innovationsschutznovelle mitgearbeitet. Warum ist diese Novelle wichtig? 

Rödler: Die Novelle stammt aus unserer Feder, wir hatten ein größeres Programm, nicht alles war faktisch politisch um- und durchsetzbar. Die Gebührenbefreiung ist wichtig, weil wir das junge Innovations-Pflänzchen, das man gießen sollte, nicht mit Gebühren umbringen wollen. (derStandard.at, 21. Oktober 2009)

Am Dienstag hat der Ministerrat die Innovationsschutznovelle beschlossen, die ab 1. Jänner 2010 in Kraft treten soll. Sie beinhaltet eine Befreiung von den Jahresgebühren bei Patenten für die ersten fünf Jahre und bei Gebrauchsmustern für die ersten drei Jahre. Neben dieser finanziellen Entlastung beinhaltet die Novelle auch vereinfachte Rechtsmittel gegen Markenregistrierungen (Widerspruchsverfahren) und eine Ausweitung des Auftrags des Biopatent-Monitoring-Komitees.

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Alberich Zwerg
10
24.10.2009, 16:51
Beeindruckend schlechte Recherche

Lieber Standard,
dass Sie so schlecht vorbereitete Interviews überhaupt veöffentlichen, spricht Bände.

Nur einmal eine kurze Überschlagsrechnung: das ÖPA ist eine PCT Search Authority und benötigt für diese Zulassung eine gewisse Mindestzahl an Prüfern: mehr als 100. Bei 3488 Anmeldungen im Jahr 2008 wurden aber nur 2135 tatsächlich recherchiert.

Das ist eine Recherche alle 2 Wochen für einen Prüfer - alles A-Beamte! Wow!

Wie wäre es, wenn wir die Bude schließen und uns die 11 M€ Personalkosten sparen?

Wenn wir den Anmeldern dafür die Suche und 5 Jahre Gebühren für ein Europäisches Patent schenken, bleiben dem Staat immer noch 5 M€ übrig.

Quelle:
http://www.patentamt.at/geschaeft... akten.html
www.epo.org

Dr. B
00
22.10.2009, 14:05
Patentkosten

Der Praesident des oesterrichischen Patentamtes freut sich darueber, dass die Gebuehren gesenkt werden konnten.

Leider ist ein Oesterreich-Patent nicht viel mehr als eine Wanddekoration, da lediglich in Oesterreich Patentschutz besteht. Sollte ein internationales Patent angestrebt werden, dann muss fuer jedes Land, in dem solch ein Schutz erwuenscht wird, eine Patentgebuehr bezahlt werden. Das macht dann leicht einmal mehrere Zehntausend Euro (Patenterteilungskosten) und hohe jaehrliche Kosten aus. Vor diesem Hintergrund ist die Ersparnis von 370 Euro nicht mehr so beeindruckend.

Dark Funeral
 
00
22.10.2009, 17:10
Neuheit

Was ich mich schon länger im Zusammenhang mit der Geheimhaltung, also der Neuheit frage: Da gab es doch vor einiger Zeit so eine Sendung auf einem deutschen Privatsender, ich glaube die hieß die beste Idee Deutschlands, wo Leute ihre Erfindungen einer äußerst fachkundigen Jurie mit drei völlig unbekannten Z-Promis vorstellten. In dem Moment, wo die ihre Erfindungen im Fernsehen herzeigen, ist die Neuheit doch nicht mehr gegeben und damit wird auch kein Patent mehr erteilt bzw. ist es dann angreifbar. Das war dann doch einfach eine Sendung, hinter der wirklich dreister Ideenklau steckte, oder?

Dark Funeral
 
00
22.10.2009, 17:12
ach nein, auch Posten will gelernt sein

Das sollte ein eigenständiger Post sein und hat nichts mit dem obenstehenden zu tun.

posterbot
00
22.10.2009, 18:28

... außer die Sendungen waren aufgezeichnet, und jeder Teinehmer hatte vor der Ausstrahlung die Möglichkeit eine Anmeldung einzureichen....

btzob
00
22.10.2009, 13:39
was er natürlich auch nicht gesagt hat,

ist dass es elend lang dauert, bis ein Patentantrag überhaupt bearbeitet wird, so ist oft die Schutzfrist von einem Jahr schon abgelaufen, ehe das Patent erteilt ist, was kümmert die Beamten schon ein paar Erfinderexistenzen, wenn sie selbst ihren ruhigen sicheren Job hat! da gehört eine Menge verbessert!

mikromalist
 
20
22.10.2009, 10:40
Erfinder oder kreativer Nachahmer?

In der heutigen offenen Informationslandschaft entsteht Entwicklung gemeinsamer Ideen viel häufiger. Patente "verlangen" zwar "Technizität" aber das wird häufig absurd ausgelegt und Patente werden zu Knebelinstrumenten.
"Diese Formel auf jeglicher Art von Geräten, die eine Recheneinheit, Speicher .. hat" (solche Patente gibt es zB in USA haufenweise).
Es wäre zeitgemäss jeglichen Schutz von Intellectual Property Rights einfach abzuschaffen.
Tief greifendes Kno How ist Schutz genug?

Markus Gahleitner1
 
01
22.10.2009, 11:39
Schwachsinn!

Ohne IPR-Schutz würde Innovation sehr schnell zum Stillstand kommen ... Ideendiebstahl ist auch so schon schlimm genug.

mikromalist
 
10
22.10.2009, 12:51
Bei einem mit

Schwachsinn beginnendem Post weiss ich sofort da muss jemand neuronale Unterversorgung mit Aggression kaschieren.
Das Gegenteil ist der Fall, Patente sind Innovationskiller, weil Patentgeber glaube, Sie haben jetzt die kugelsichere Weste gegen jegliche Neuheit an.
In Wahrheit melden die wirklich Innovativen gar keine Patente mehr an, weil sie sonst an Geschwindigkeit verlieren.

Einer, der die EU in Fragen innovation berät, alo ein Schwachsinniger.

posterbot
00
22.10.2009, 14:17

Es ist ein Irrglaube, dass Patente Innovationen bremsen - ganz im Gegenteil: sie sind seit je her DIE Triebfedern.

Wie soll Toyota beispielsweise die Entwicklungskosten für den Prius je wieder reinbekommen, wenn ihn jeder 1:1 nachbauen darf?

"In Wahrheit melden die wirklich Innovativen gar keine Patente mehr an, weil sie sonst an Geschwindigkeit verlieren."

Bitte nennen Sie mir ein einziges Beispiel...

Die wirklich innovativen die ich kenne (Google, Apple, Toyota, 3M, Samsung ....) haben tausende Patente! Zufall?


mikromalist
 
10
22.10.2009, 14:53
Genau, deshalb geht es

der Autoindustrie so gut (technologisch um Jahrzehnte zurück)
Die japanische Top-Elektronik-Industre hat längst die Strategie ausgegeben: Geschwindigkeit ist unser Schutz. Patente werden oft nur mehr zu Imagezwecken "gesammelt".
Es gibt hunderte so absurde Patente, wie Algorithmen von russischen Wissenschaftern "genommen", in eine Patentschrift eingefasst -->USA Patent gültig.
Absurd.

posterbot
00
22.10.2009, 18:50

Seien Sie mir nicht böse...
Ich weiß nicht wo Sie Ihre Informationen her haben-
ich raten Ihnen aber dringend die Quelle zu wechseln.

mikromalist
 
00
23.10.2009, 08:42
Welch eine messerscharfe inhaltliche Aussage.

Ich erlaube mir mein Hirn als Quelle einzuschalten und nicht den üblichen Denkstoppern zu folgen.
Hätte Evolution ein Patentwesen, wären wir noch nicht einmal Lurche.

knievel
02
22.10.2009, 15:30

sie meinen hier in erster linie wohl software-patente. die sind ja ein eigenes kapitel.
bei (elektro-)mechanischen und anderen siehts aber ganz anders aus...

mikromalist
 
00
23.10.2009, 08:40
Nein generell,

die Komplexität mancher Technologien ist heute so gross, und ihre Entwicklungszyklen so vielfältig, dass es unmöglich in ein formales Rechtssystem gefasst werden kann.

Irgendein Jürgen
00
22.10.2009, 03:14
Erfindungen

Mal ne grundsätzliche Frage: Wenn man mit Freunden über kleinere Problemchen diskutiert tauchen manchmal ganz praktische Vorschläge auf. Das sollte es geben, das müsste man mal erfinden, das sollte funktionieren...

Auch alleine hat man manchmal recht gute Einfälle, von Designs über Alltagsgegenstände bis hin zur Mondrakete. Diese Ideen bleiben dann einige Tage im Kopf, und werden am Wochenende mit viel Bier wieder herausgelöscht.

Gibt's irgendeine Institution, mit der man seine Ideen teilen kann? Kostenlos, ohne Gewinnabsicht und zur weiteren Prüfung bzw. Realisierung durch Experten? Ich kaufe meine Erfindungen gerne im Laden und überlasse anderen den Ruhm als dass es die Dinge nie geben wird.

Torado
01
22.10.2009, 10:39
Gibt's irgendeine Institution, mit der man seine Ideen teilen kann?

ja klar -

das Standard.at Forum.

Irgendein Jürgen
00
22.10.2009, 19:28
... nur viel bringen wird es nicht.

Mal abgesehen von einigen Designs für Alltagsgegenstände, die sich schlecht in Worte fassen lassen...

* Einen Rucksack, der gerade noch die Handgepäcksvorschriften der Airlines erfüllt. Lange gesucht, nicht gefunden.

* Nur um mal erwähnt zu werden: Tischdöner als Ergänzung zu Raclette oder Fondue, auch wenn's sicher kein Erfolg werden würde.

* Praktisch: Neben normalen und Handgepäck noch die Möglichkeit, eine Art Gefahrengepäck im Flugzeug deponieren zu lassen. Einen extra Koffer für Nagelschere und Zahnpasta zu packen ist doch nervig.

* Vielleicht praktikabel: Die Ausnützung des Temperaturunterschiedes zwischen Wasser und Luft mittels Sterlingmotors zur Energiegewinnung. Beispielsweise bei Schiffen in der Polarregion.

ARO5
01
22.10.2009, 08:58

Ohne Ihnen jetzt nahe treten zu wollen. Fakt ist, dass die meisten Einfälle von Leuten Schrott sind. Das liegt daren, dass man als Außenstehender (Fachfremder) eine recht eingeschränkte Sicht der Dinge hat, was Umsetzbarkeit, Nützlichkeit, Kosten usw. anlangt. Ihr Konzept könnte noch bei Alltagsdingen funktionieren. Sobald sie sich auf komplexere Prozesse insbes. bei der Herstellung beziehen, funktioniert es nicht.
Ich selbst kenne Leute die nicht verstehen, warum die NASA Vorgang X nicht so oder so macht. Glauben Sie mir, manchmal ist es lächerlich.

hans kastorp
00
22.10.2009, 06:51
zumindest für die steiermark:

http://www.innolab.at/intro.htm

scrollradl
 
00
22.10.2009, 03:03
abgesehen von der frage nach dem . . .

. . . anteil der weiblichen erfinder'I'nnen finde ich die zerlegbaren banknoten zukunftsweisend.

Meister des Lichts
01
22.10.2009, 00:03
Schuss ins Knie

Noch günstigere Patente heißt es wird noch mehr einfach auf gut Glück patentiert.
Bei einem Patent wird ja nicht gefordert, dass das Erfundene funktionieren muss.
Es muss einfach nur neu sein.
Und wenn es dann ein anderer geschafft etwas bis zur Funktionsfähigkeit zu entwickeln, verletzt er damit zahlreiche auf gut Glück Patente, was sehr kostspielig werden kann.
Manche finanziel nicht ganz so potente werden spätestens dann resignieren.
Meiner Ansicht nach ist das nicht sonderlich innovationsfördernd Patente quasi herzuschenken.
Wer etwas gutes, funktionierendes und brauchbares erfunden hat, wird sich auch ein teures Patent leisten.

Markus Gahleitner1
 
00
22.10.2009, 11:40
Es muss funtionieren!

... da "Verwertbarkeit" eine Bedingung für die Patenterteilung ist.

orso minore
00
22.10.2009, 21:46

In den USA sind sie happig wenn was nicht funktioniert, das ist sogar strafbar (siehe Bell Labs und die Schoen-Affaere, die haben haufenweise Patente zurueckgezogen die auf seinen "Forschungen" beruhten). In Europa ist das nicht unbedingt Voraussetzung, ich hab ein paar Jahre in Italien gearbeitet und dort ist die Einzelperson mit den meisten Patenteintraegen ein Pfarrer der in seiner Freizeit immer neue Varianten von perpetuum mobile erfindet.

btzob
01
21.10.2009, 22:24
trotz Schüsserls vollmundiger Ankündigung

im Jahr 2001 gibt es nach wie vor kein Europatent, und man muß ein Patent in jedem einzelnen Land mit viel Kosten anmelden, aber die verbeamteten Patentamtler müssen halt verköstigt werden, es ist eine Schande, wie sehr die bestehenden Gesetze nur die Finanzstarken bevorzugt, als Kleiner hast du da keine Chance, und so scheint es ja auch gedacht zu sein, wenn du dir das Schweinegeld, dass eine Anmeldung in einem größeren territorialem Raum kostet, nicht leisten kannst, arbeitest du nur für die Konzurrenz, die nur darauf wartet, zu ernten, was andere gesät haben

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