Polanski bleibt in Auslieferungshaft

21. Oktober 2009, 12:39
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Beschwerde des wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen strafrechtlich verfolgten Regisseurs abgewiesen

Los Angeles - Am Dienstag hat das Bundesstrafgericht Roman Polanskis Haftbeschwerde abgewiesen und entschieden, dass erwegen wegen Fluchtgefahr in Auslieferungshaft bleibt. Polanski hat die Möglichkeit, ein neues Kautionsangebot zu unterbreiten. Wie der französische Anwalt Polanskis am Dienstag mitteilte, will er gegen den Entscheid Beschwerde ans Bundesgericht erheben.

Die USA wollen den Filmemacher wegen des sexuellen Missbrauchs eines 13-jährigen Mädchens im Jahre 1977 zur Rechenschaft ziehen. Polanski war am 26. September auf dem Flughafen Zürich-Kloten verhaftet worden, als er anlässlich des Züricher Filmfestivals in die Schweiz einreisen wollte. Am Mittwoch wurde diesbezüglich bekannt, dass die Schweizer Strafverfolgungsbehörden die USA im Voraus von der geplanten Verhaftung des Regisseurs Roman Polanski unterrichtet haben, wie  aus mehreren E-Mails hervorgeht, die der Nachrichtenagentur AP vorliegen. Demnach informierten Schweizer ErmittlerInnen ihre KollegInnen in den USA am 22. September von der bevorstehenden Reise Polanskis zu einem Filmfestival in Zürich. (APA/AP)

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