Exportindustrie will starkem Euro trotzen

21. Oktober 2009, 18:18
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Deutlich bessere Stimmung trotz Währungsturbulenzen - Euro über 1,50 Dollar

Die Stimmung der österreichischen Exportbetriebe hat sich laut einer von der Wirtschaftskammer durchgeführten Befragung deutlich verbessert. 71 Prozent der Unternehmen äußern sich demnach optimistisch zu den Ausfuhren. Nur ein Viertel der Firmen beurteilt die Lage als schlecht - vor einem halben Jahr waren es noch 42 Prozent.

Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl sieht bereits einen Umschwung, nachdem die heimischen Ausfuhren in den ersten sieben Monaten des Jahres um 24 Prozent eingebrochen sind. Bis Jahresende soll das Minus auf 15 Prozent schrumpfen.

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Wien - Die Wirtschaftskammer sieht wieder etwas bessere Zeiten auf die österreichischen Exporteure zukommen. Seit einigen Wochen sei ein positiver Turnaround im Außenhandel zu beobachten, sagt Kammerpräsident Christoph Leitl. Während es in den ersten sieben Monaten einen Einbruch von rund 24 Prozent gab, wird nun bis Jahresende nur noch von einem Minus von 15 Prozent gerechnet.

Auch subjektiv sind die Exporteure wieder etwas optimistischer eingestellt. Laut einer Market-Umfrage für die Wirtschaftskammer stufen 71 Prozent der Befragten die Exportaussichten als "sehr gut" oder "gut" ein. Nur 25 Prozent beurteilen ihre Chancen als "schlecht" oder "sehr schlecht" . Vor einem halben Jahr gingen noch 42 Prozent von einer Verschlechterung aus. Regional betrachtet sind vor allem Unternehmen im Süden Österreichs positiv gestimmt. Größere Betriebe rechnen sich bessere Exportchancen aus als kleinere.

Im nächsten Jahr will Leitl die Zahl der Exporteure von 38.000 auf 40.000 steigern. Schwerpunktmäßig gelte es Wachstumsmärkte wie China, Indien oder Brasilien zu bearbeiten. Aber auch Länder mit großen Konjunkturpaketen - wie etwa Deutschland, USA oder Polen - werden als Zielgebiete genannt. Allerdings: In den USA sorgt der im Vergleich zum Euro schwache Dollar - ein Euro ist bereits 1,50 Dollar wert - für zusätzliche Exporthürden. (go, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22.10.2009)

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