"Licht am Ende des Tunnels"

21. Oktober 2009, 11:31
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Rekonvaleszenter Verteidiger glaubt am Donnerstag an Bremer: "Wenn Tagesform passt, darf es für uns keine Ausreden geben"

Bremen - Der an seinem Comeback arbeitende österreichische Fußball-Teamspieler Sebastian Prödl muss das Europa-League-Match seines Clubs Werder Bremen am Donnerstag (19.00 Uhr/live Sat.1, Sky) in Wien gegen die Austria vor dem Fernseher verfolgen. Der 22-Jährige, der sich im August einer Operation am rechten Knie hatte unterziehen müssen, weiß, dass die Austrianer unter Zugzwang stehen.

"Wenn die Austria weiterkommen will, dann muss sie punkten. Aber das wollen wir genauso. Der Respekt vor der Austria ist da. Wenn die Tagesform passt, dann darf es für uns keine Ausreden geben", meinte der langjährige Sturm-Graz-Kicker Prödl.

"Wenn wir in Wien gewinnen, dann haben wir für die restlichen drei Spiele eine super Ausgangsposition", erklärte Prödl, dessen Team in Gruppe L mit dem Maximum von sechs Punkten in Führung liegt - die Austria belegt mit nur einem Zähler den vierten und letzten Rang. Unterschätzen würde die Austria aber niemand, nicht zuletzt aufgrund des starken Auftritts der Violetten bei der Generalprobe am Samstag gegen Meister Salzburg (1:0).

Werders Stärken

Entscheidende Tipps über die Austria musste Prödl seinem Trainer Thomas Schaaf nicht geben. "Maximal, wo es in Wien ein gutes Schnitzel gibt. Aber fußballerisch weiß der Trainer dank der Scouts und Videos über die Austria bestens bescheid." Die aktuelle Hochform seines Arbeitgebers, in der deutschen Liga auf Rang vier, begründete der 22-Jährige folgendermaßen: "Wir stehen defensiv sehr kompakt. Und wir sind nach dem Abgang von Diego (jetzt Juventus, Anm.) unberechenbarer geworden. Früher hat sich alles nur um Diego gedreht, jetzt stehen mehrere Spieler im Fokus."

Prödl darf seit zwei Wochen wieder auf dem Fußballplatz trainieren, allerdings noch nicht mit der Mannschaft. Zweimal täglich feilt Prödl als Einzelkämpfer an Ausdauer, Sprintstärke, Kraft und Koordination. "Es wird von Tag zu Tag besser. Ich sehe Licht am Ende des Tunnels", sagte Prödl, der eventuell am 5. November beim Heimmatch der Bremer gegen die Austria erstmals wieder im Kader stehen könnte. "Aber man muss abwarten, wie sich der Fuß entwickelt."

Auch mental muss Prödl noch einige Hürden überwinden. "In jedem Training spricht der Kopf mit dem Knie. Auch mental muss ich wieder eine Sicherheit reinkriegen." Kommende Woche soll Wettkampfbelastung simuliert werden, dann wird sich zeigen, ob das Comeback im Rückspiel gegen die Austrianer realistisch ist. (APA)

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    Trainer Schaaf benötigt keine Tipps von Prödl (Bild), "maximal, wo es in Wien ein gutes Schnitzel gibt".

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