Kärnten

Bundesheer nicht mehr bei Feiern des Abwehrkämpferbundes

21. Oktober 2009 10:27
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    apa-photo: gert eggenberger

Scharfe Kritik des Kärntner Militärkommandanten an "nicht akzeptablen" Inhalten bei Ansprachen bei 10.-Oktober-Feier - BZÖ verteidigt Abwehrkämpferbund

Klagenfurt - Nach dem Ausstieg bei der Ulrichsbergfeier kündigt das Militär nun auch dem Kärntner Abwehrkämpferbund (KAB) die Unterstützung auf. Militärkommandant Gunther Spath kündigte brieflich an, man werde an den 10.-Oktober-Feiern des KAB nicht mehr teilnehmen. Das berichtet die "Kärntner Tageszeitung" in ihrer Mittwoch-Ausgabe. Bisher hatte das Militär unter anderem die Musik beigestellt. Grund für das Aus: Die Töne von KAB-Obmann Fritz Schretter, der bei den diesjährigen Feiern erneut vor einer drohenden Slowenisierung Südkärntens gewarnt hatte.

"Pauschal-Attacke"

Die Ansprache Schretter sei, so Spath in seinem Schreiben, "nicht nur vom Inhalt her, sonder auch von Ton und Körpersprache" für jemanden, der in Uniform als sichtbarer Repräsentant der Republik Österreich anwesend sei, nicht akzeptabel. Spath weiter: "Ich kann als hochrangiger militärischer Repräsentant unseres Landes nicht widerspruchslos hinnehmen, wenn eine Volksgruppe oder ein Nachbarstaat pauschal attackiert werden."

Er wolle es nicht so weit kommen lassen, sich Fragen seiner Vorgesetzten beim Streitkräftekommando oder Verteidigungsministerium gegenüberzusehen, bei denen er in Argumentationsnotstand geraten würde, schreibt der Kommandant weiter. Er ehre das Gedenken an den Abwehrkampf und die Volksabstimmung von 1920, doch ebenso wichtig sei es, aus der Geschichte zu lernen, "Grenzen und Ressentiments in den Köpfen abzubauen und das Miteinander zu finden", betonte der Militärkommandant. Bei Schretters Ansprachen fehle dieses Verständnis aber.

BZÖ für freie Meinungsäußerung

Das BZÖ Kärnten verteidigte am Mittwoch in einer Aussendung den Abwehrkämpferbund. BZÖ-Landesverteidigungssprecher Roland Zellot erklärte: "Wir leben in einem freien demokratischen Land, wo jede Meinungsäußerung ohne Androhung von Sanktionen möglich sein muss." Das Bundesheer habe sich immer durch Unterstützung der Traditionsverbände ausgezeichnet, es sei nicht einzusehen, dass "durch persönliche Ressentiments von Herrn Spath diese nicht mehr gewährleistet sein soll", so Zellot. Militärkommandant Spath stoße mit seinen Äußerungen tausende Mitglieder des KAB vor den Kopf.

Absage bei Ulrichsbergfeier

Erst im Herbst hatte Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) die Unterstützung des Bundesheeres für die traditionelle Ulrichsbergfeier im Vorfeld des 10. Oktober untersagt, die Veranstaltung wurde daraufhin abgesagt. Anlass waren Berichte darüber gewesen, dass der Obmann der Ulrichsberggemeinschaft NS-Devotionalien im Internet zum Verkauf angeboten haben soll. Der Abwehrkämpferbund hatte wütend gegen diese Entscheidung von Darabos protestiert. Nun muss auch er künftig ohne Bundesheer auskommen. (APA/red)

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gerry73
22.11.2009 11:38
freie meinungsäußerung,...

Die Entscheidung des BH ist vollkommen richtig. Es ist dem Bundesheer (im wesentlichen in Form dem Zeigen der Uniform) klar untersagt bei politischen Veranstaltungen präsent zu sein. Das hat sehr gute Gründe in der Geschichte. Das ist unabhängig vom politischen Inhalt, der in diesem Fall zusätzlich verwerflich zu sein scheint. Die Entscheidung hat daher nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun. Das sei dem Bienenzüchterclub klar gesagt.

Herr und Frau Österreicher
 
23.10.2009 09:04
Etwas spath, aber doch (-;

Mein Hund, die arme Sau, heißt Hojac.
22.10.2009 17:44
Sehr brav, Spath, weitermachen!

msm
25.10.2009 11:21
Ein braver Dackel---

---gehorcht halt ab und zu---
Sitz - Platz - Laut
Vielleicht wurde ihm vom Herrln ein neuer Knochen, in Aussicht gestellt, oder ein anderes Leckerli?
Wau wau als Zustimmung, oder vermuten Sie etwa ein selbständiges Handeln, so ohne die gewohnten Kommandos? Gegen einen Betriebsausflug nach Tripolis gab es auch keine Einwände, oder doch?
Jeder Hundebesitzer mag selbst darüber entscheiden, ob er seinen Dackel nur in Gehorsam ausbilden will, oder auch in Schutzarbeit. Wenn mein Dackel darüber entscheiden könnte, dann hätte ich wohl Nichts zu lachen....

Rosa J
22.10.2009 11:48
gut so!

Schreck
22.10.2009 11:22

Zurecht darf das Bundesheer keine rassistischen, nationalistischen ud völlig irren Ansichten unterstützen:
Lest euch mal die "jugend braucht Heimat"-Broschüre durch:
http://www.kab.or.at/?id=online_shop

sogar die rassistische Singular wird benutzt ("Der Slawe.."). Zusammen mit einem völlig paranoidem Antisozialismus erinnert das frappant an Zeiten, die schon 64 Jahre vorbei sind.
Gruslig diese Zombies.

Mucosaprolaps
22.10.2009 10:51

So ... als nächstes bitte eine Ehrung der Partisanen, die für Österreich gegen die Drecksnazis gekämpft haben; auf dem Klagenfurter Hauptplatz, mit dem Bundesheer und mit Militärkapellen aus Slowenien, Russland, Frankreich, UK und USA.

msm
26.10.2009 10:25
Ja, mit dem Bundesheer als Hauptakteur....

...aber warum nicht auch in anderen, ehemals überwiegend deutschsprachigen Gebieten der Monarchie, deren Verlust die damalige Regierung in Wien zu verantworten hatte, wie Z.B.
Reichenberg (Liberec)
Marburg (Maribor)
Bozen (Bolzano)
Ödenburg (Sopron)
Dies wäre vielleicht ein Zeichen später Einsicht für die bewiesene Unfähigkeit?

verleih nix
22.10.2009 10:21

ich bin ja für die slowenisierung von ganz kärnten - durch die abtretung an slowenien. leider wollen es die auch nicht haben und auch die italiener haben schon abgewunken.

Paul Dresten
31.10.2009 22:29
Ihnen ist hoffenlich klar, das ihre Aussage in ihrer Dummheit deren von Schretters um nichts nach steht!

verleih nix
01.11.2009 09:51

vielleicht lassen sie ihren ironiedetektor einmal nachsehen.

Acaloth
26.10.2009 12:48

Ich würds ja gegen einen schönen Küstenstreifen in Süditalien tauschen :D

kater bruno
22.10.2009 09:50

Wann sterben endlich die alten Kellernazis aus ?

Nope
22.10.2009 12:33

bei den alten wär's nur eine Frage der Zeit - aber ich fürchte, die wachsen nach!

Innowa fährt - Anni muss
22.10.2009 09:48

Schön zu sehen und beruhigend, dass es solche Militärkommandanten wie Spath gibt, die offensichtlich zu einem hohen Grad an Reflexion fähig sind.

Was für ein Abfall dagegen dieser BZÖ-Sprecher: "Wir leben in einem freien demokratischen Land, wo jede Meinungsäußerung ohne Androhung von Sanktionen möglich sein muss." - wirklich jede? wer dieser Ausssage zustimmen kann, muss sich - schon rein logisch gesehen - ungestraft einen Volltr*ttel nennen lassen.

flohimpelz
22.10.2009 09:44
In Pakistan wird den Taliban ordentlich eingeheizt,

bei uns kreucht und fleucht derart Ewiggestriges durch die Straßen der südliche Gebirgsregion.

masterjo
22.10.2009 09:28

Kärtner Abwehrbund? Einige tausend Mitglieder?
Wird auch Zeit, dass sich solche Organisationen aus der gesellschaftlichen, medialen & vor allem militärischen Landschaft verschwinden.
2009 - aufwachen!

Rene Stangeler
22.10.2009 09:22
"Also, unter an schwoazn Minister

hätts des net geben!"

Meinte gestern ein in Loden gehülltes Mannsbild zu seiner auftoupierten Gemahlin welche vor mir in der U-Bahn sassen.

rundblicker
22.10.2009 08:55

Freie Meinungsäußerung muss für beide Seiten gelten:
Wenn sich das Bundesheer außerstande sieht die Inhalte einer Veranstaltung zu vertreten, muss es gestattet sein, den Besuch abzusagen. Wenn das BH so sehr erwünscht ist, muss man sich eben anpassen.

Die andere Frage ist: Ist Volksverhetzung freie Meinungsäußerung? Ob das in diesem Fall der Fall ist, kann nur der diskutieren der dabei war.

monella laputa
22.10.2009 08:49
Kärnten hat kein Slowenisierungsproblem

sondern ein Problem mit untoten Zombies.
Sobald die Kärntenfahne irdgendwo wachelt, ploppen diese Untoten überall aus dem Boden und brabbeln deutsch(d)tum(m) Käse. Gehört mal dringend exorziert der Kärntner Boden... oder sollte ich eher sagen: besser kompostiert? ;-)

freedom of speech ?
22.10.2009 10:01
:-)))

Igor Gassner
22.10.2009 08:38
Meine beiden Onkel

meldeten sich beide Freiwillig nach dem I WK zu den Einheiten die den Kärntnern zu Hilfe eilten diese Einheiten waren eher Sozialistisch geprägt es ist also sehr verwunderlich wie einseitig die heutige SPÖ ihre eigene Geschichte und Bekenntnisgeschichte sieht.

msm
23.10.2009 13:10
Das war im Lavanttal,

auch der spätere Bundespräsident der II. Republik, Dr.hc. Franz Jonas war als Freiwilliger dabei.
Das waren, nicht eher..., sondern echte Sozialisten!
Männer mit Format, die der heutigen SPÖ fehlen

Hermine Berg
 
23.10.2009 16:16
oh gott

die wuerden sich im grab umdrehen, wenn sie sehen wuerden, wie der KAB ihre tradtion 'hochhaelt'.

das problem ist ja nicht die erinnerung an den abwehrkampf selbst (uebrigens das letzte erfolgreiche militaerische unterfangen, an dem oesterreich beteiligt war), sondern diese abstruse und infame instrumentalisierung und geschictsverdrehung, die der KAB da betreibt.

eine reflektierte feier wuerde zuerst mal wilson und seine 14 punkte loben, die abstimmung, bei der ein grossteil der slowenischen kaerntner fuer oesterreich stimmte - solche dinge, auf die man zurecht auch stolz sein koennte. (denn wann wurde sonst schon ein krieg durch einen demokratischen akt beendet?) aber was da abgeht ist einfach nur mehr - pervers.

msm
24.10.2009 13:01
Erfolgreich, militärisch

...Die Abstimmung war für Österreich erfolgreich,
über die Beteiligung Österreichs am Abwehrkampf
kann man verschiedener Meinung sein, vom
militärischem Erfolg kann wohl kaum gesprochen
werden.
Auf Wilsons Selbstbestimmungsrecht der Völker
vertraute auch die damalige Regierung in Wien.
Die Folgen sind ja bekannt, Gebietsverluste, wie
Südtirol, Südsteiermark, Sudetenland waren die
Folge. Das immer sich wiederholende Breittreten
des Abstimmungsverhaltens der slowenisch
sprechenden Kärntner, der Zweifel über die
Richtigkeit dieser Aussagen, bestätigte 1922 die
Volksabstimmung in Libelice (Leifling)

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