"Hapoel hat Rapid-Tugenden"

21. Oktober 2009, 10:19
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Rapid-Coach Pacult warnt eindringlich vor dem Gegner, man werde aber "bei allem Respekt nicht in Ehrfurcht erstarren"

Tel Aviv - Für den SK Rapid geht es am Donnerstag (21.05 Uhr/live Sky) um den nächsten Schritt in Richtung Aufstieg aus der Gruppenphase der Fußball-Europa-League. Die Hütteldorfer führen dank des 3:0 gegen den Hamburger SV und des 1:1 in Glasgow gegen Celtic die Tabelle in Pool C an, bereits ein Auswärtspunkt gegen Hapoel Tel Aviv ließe eine Endplatzierung unter den Top Zwei wieder ein Stück näher rücken.

Doch auch die Israelis machen sich berechtigte Hoffnungen auf ein Weiterkommen, immerhin haben sie nach dem 2:1 gegen Celtic und dem 2:4 in Hamburg auch schon drei Zähler auf dem Konto. "Das ist eine sehr kompakte Mannschaft, die gutes Pressing spielt und versucht, weit vorne zu stören", warnte Trainer Peter Pacult.

Besonders beeindruckt zeigte sich der Wiener von den technischen Fertigkeiten des israelischen Vizemeisters. "Sie schlagen keinen Ball weg, setzen mit zwei sehr offensiven Außenverteidigern voll auf Kurzpassspiel und gehen selten in ein Dribbling", meinte Pacult. Doch auch die kämpferische Komponente kommt bei den Israelis nicht zu kurz. "Sie haben Rapid-Tugenden. Nach einem Rückstand lassen sie sich nicht beirren und kämpfen weiter."

"Gegner genau analysiert"

Bei allem Respekt vor Hapoel werde Rapid aber nicht in Ehrfurcht erstarren. "Wir haben den Gegner genau analysiert und wissen bescheid, doch in erster Linie richten wir uns nach unseren Stärken aus. Es wird darauf ankommen, wie wir uns im Ballbesitz verhalten", betonte Pacult, der "von der Charakteristik her" eine andere Partie als gegen den HSV und Celtic erwartet, weil die ersten beiden Europa-League-Kontrahenten vor allem auf ihre physische Stärke bauen.

Vermeintliche Schwachstelle

Der 49-Jährige hat auch die eine oder andere Schwäche beim aktuellen Sechsten der israelischen Liga ausgemacht. "Vielleicht ist ihr Manko, dass sie ein bisschen verspielt sind, wenig aus der zweiten Reihe schießen und nicht allzu kopfballstark sind." Auch in der Defensive könnte Hapoel zu knacken sein. "Unsere große Chance liegt im schnellen Spiel nach vorne."

Im Falle eines vollen Erfolges könnte Rapid möglicherweise schon mit einem Heimsieg im "Rückspiel" am 5. November im Wiener Happel-Stadion den Einzug in die Runde der letzten 32 fixieren. Mit solchen Gedankenspielen will sich Pacult, der auf den verletzten Markus Heikkinen verzichten muss, im Moment aber nicht beschäftigen: "Daran denke ich überhaupt nicht. Abgerechnet wird erst nach sechs Spielen."

Der Meistermacher von 2008 reiste mit seiner Truppe bereits am Montag nach Tel Aviv, um sich auf die weit höheren Temperaturen einzustellen. Auf einen Hexenkessel muss sich Rapid allerdings nicht gefasst machen, weil im rund 15.000 Zuschauer fassenden Bloomfield Stadium nur etwa 10.000 Fans (darunter 700 aus Österreich) erwartet werden. (APA/red)

Mögliche Aufstellungen:
Europa League/Gruppe C/3. Runde: 

  • Hapoel Tel Aviv - SK Rapid (Bloomfield Stadium, 21.05 Uhr/live Sky, SR Kristinn Jakobsson/ISL)

Hapoel: Enyeama - Bondarv, Zehavi, da Silva, Ben Dayan - Natcho, Shechter, Yadin, Vermouth - Vucicevic, Yeboah
Ersatz: Abarbanel - Kende, Shish, Zandberg, Menteschaschwili, Lala, Duani
Es fehlt: Badir (gesperrt)

Rapid: Payer - Dober, Patocka, Soma, Katzer - Hofmann, Kulovits, Boskovic, Pehlivan, Drazan - Jelavic
Ersatz: Hedl - Jovanovic, Schößwendter, Kavlak, Trimmel, Konrad, Salihi
Es fehlen: Heikkinen (Adduktoren-Einriss), Eder (Fußentzündung im Fersenbereich)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Pacult: "Vielleicht ist ihr Manko, dass sie ein bisschen verspielt sind, wenig aus der zweiten Reihe schießen und nicht allzu kopfballstark sind."

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