Update-Probleme auch bei Open Source

21. Oktober 2009, 09:16
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    Linux-Distributionen: Auch hier gibt es die Patch-Problematik

FSFE-Kritik zu Windows 7 aus Expertensicht überzogen

Ab Donnerstag steht Windows 7 in den Regalen - und die Free Software Foundation Europe (FSFE) hat sich auf eine noch ungepatchte Sicherheitslücke eingeschossen, um Microsoft zu kritisieren. Das Aufheulen ob des ausstehenden Updates stößt bei Experten nicht unbedingt auf Verständnis. "Das klingt sehr nach Microsoft-Bashing. Andere Hersteller und auch die Open-Source-Community haben genauso Probleme", meint der IT-Security-Consultant Thomas Mandl.

Sicherheitslücken tauchen in jedem Software-Produkt auf. Auch die freie Windows-Alternative Linux ist vor kritischen Schwachstellen nicht gefeit. "Die Hersteller reagieren auch hier nur innerhalb von einigen Wochen, da Bugfixes getestet werden müssen, bevor man einen Kernel-Patch herausgibt", sagt Mandl. Dass sich Microsoft im Vergleich zu anderen Software-Anbietern besonders nachlässig verhalte, glaubt er nicht. Doch die Anwender könnten mehr Verantwortung übernehmen.

Allgemeines Problem

Dafür, wie häufig Schwachstellen in Software-Produkten sind, gibt es viele Beispiele. "Wenn man weiß, wie es geht, kann man die aktuellsten Nokia-Handys mit einer SMS lahm legen", so Mandl. Er verweist weiters darauf, dass nach aktuellen Studien Adobe-Produkte und Plug-ins im Browser äußerst beliebte Ziele für Angreifer sind. Dass Anbieter proprietärer Software Probleme nur selbst lösen können, stimme zwar - sei aber ein fragwürdiges Argument.

"Wenn ich Linux einsetze und kein absoluter Kernel-Guru bin, muss ich ebenso auf Patches etwa für Red Hat, SuSE, Ubuntu oder Debian warten", so der Sicherheitsexperte. Die Updates müssen letztendlich von den Anbietern oder Betreuern der jeweiligen Distribution kommen - ähnlich wie bei Windows von Microsoft.

"Wer letztendlich schneller reagieren kann, hängt wohl von der Komplexität des Problems ab und davon, wie viele unterschiedliche Systeme und Versionen man noch unterstützen muss", meint Mandl. Bei Microsoft seien viele unterschiedliche Sprachen und Betriebssysteme zu behandeln - was für schnelle Problembehebungen kein Vorteil sein dürfte.

User-Verantwortung

Ob nun Linux-Distributionsanbieter oder Microsoft, die Software-Hersteller sind nicht die einzigen, an denen die Sicherheit in der IT scheitern kann. Ein gutes Beispiel dafür ist der Wurm "Conficker". Er nutzt eine Lücke, die vor rund einem Jahr von Microsoft geschlossen wurde - und wurde erst Anfang 2009 durch Infektionen rund um die Welt richtig bekannt. Denn vielerorts wurde der Patch einfach nicht zügig eingespielt.

Im Zusammenhang mit einer aktuellen Lücke im Adobe Reader wiederum verweist Mandl darauf, dass der Hersteller die neueste Programmversion schnell aktualisiert hat, der Vorgang bei älteren Versionen aber deutlich länger dauerte. "In der Zwischenzeit wurde geraten, JavaScript im Adobe Reader abzudrehen. Die Frage ist, welcher User das wirklich macht", so der Sicherheitsexperte. Das sei für ihn ein gutes Beispiel, dass sich Nutzer immer nur auf den Software-Hersteller verlassen, damit der einen Patch zeitgerecht zur Verfügung stellt. "In Wirklichkeit liegt die Verantwortung schon lange beim Anwender selber", so Mandl abschließend.(pte)

 

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Posting 1 bis 25 von 34
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Patrick1703
00
1.11.2009, 10:57
Kritik ist keinesfalls ueberzogen

Die FSFE-Kritik bezieht sich nicht nur auf Sicherheitsluecken, sondern auch auf viele andere Maengel bei Windows. Des Weiteren werden - ganz im Gegenzug zur Linux-Bashing-Seite (die von Microsoft betrieben wird; habe leider gerade die URL nicht parat) - nur Fakten genannt. Auch behauptet die FSFE nicht, dass Linux frei von Sicherheitsluecken sei. Jedoch werden Sicherheitsluecken hier wenige Stunden oder max. ein paar Tage nach Bekanntwerden gefixt (auch in allen bekannten Distributionen) - bei M$ dauert sowas i.d.R. Monate bis Jahre - selbst wenn Luecken aktiv ausgenutzt werden...

Hmmm30
 
00
7.12.2009, 00:59
welche Mängel den?

Zähl mal auf oder gib zu du weist gar nicht um was es Richard geht. Windows ist Close Source nach Stallman ein schwerer Mangel.......

Patrick1703
00
7.12.2009, 20:08
Aufzaehlung

Kannst du alle paar Tage auf golem.de oder heise.de nachlesen. Mir ist momentan die Zeit zu schade, hier konkrete Beispiele aufzuzaehlen. Kannst ja dort mal nach Sicherheitsluecken etc. suchen. Dass Closed Source fuer R.S. ein schwerer Mangel darstellt, ist mir bewusst. Ich habe btw. seit ettlichen Jahren mit Linux UND Windows zu tun und setze seit knapp 2 Jahren fast ausschliesslich Linux auf dem Desktop ein (davor mehrere Jahre im Wechsel). Daher beziehe ich mich nicht nur auf Presseartikel, sondern auch auf eigene Erfahrungen.

Mathias
 
00
23.10.2009, 14:38
die freie Windows-Alternative Linux

Solange nicht auch Spiele ohne Probleme auf Linux laufen, ist der Pinguin leider noch keine "echte" Alternative - sobald man aber auf Spiele verzichten kann, IST Linux eine Windows-Alternative ( bis auf einige Exoten, welche ausschließlich Windows Software benutzen können, weil die Hersteller nur für Windows entwickeln!).

AngelusNoctis
01
22.10.2009, 05:24
Kleiner Unterschied...

Wird eine Sicherheitslücke entdeckt vergehen bei Linux ein paar Stunden bis 1 oder 2 Wochen.

Wird eine Sicherheitslücke bei Windows entdeckt vergeht im normal Fall einen Monat bis mehrere Jahre wenn MS wieder mal Lücken vertuschen will!

Gutes Beispiel ist doch genau die SMB2 Lücke seit Monaten bekannt und kein Patch.

Genau so gut ist die Word Lücke war 2 Jahre bekannt und nach 2 Jahren gepatcht, genau wie die IE Lücke 13 Monate bekannt und erst nach 13 Monaten gepatcht.

Das grosse Manko bei Propietär ist nunmal das man Lücken besser verschweigen kann.

Wie man schön bei Secunia sehen kann sind bei Windows mehr Sicherheitslücken kritisch und hoch, bei Linux hingegen meistens niedrig bis mittel.

TRON++
80
21.10.2009, 16:42
Linux ist a klump

Hmmm30
 
00
7.12.2009, 01:06
Begründung?

Schon Erfahrungen damit gemacht?

Ich weis es ist so ein Klump weil man was neues dazu lernen muss. Alles klar.

peak oil
00
21.10.2009, 21:26
TRON++

muss ein gut bezahlter kampfposter von M$ sein, sonst schreibt niemand so einen mist.

TRON++
00
22.10.2009, 08:09
Kampfposter gefällt mir

markusM.
00
22.10.2009, 09:28

TROLL++ würde wohl besser passen

aceFruchtsaft
01
21.10.2009, 21:32

Für so einen Dillo würde MS nicht zahlen, das wäre denen doch peinlich.

TRON++
00
22.10.2009, 08:10
Sie sind auch nicht besser. Nur fürs andere Lager.

Brillenaffe
00
21.10.2009, 17:25
Ein Klumpen ...

echtes Edelmetal was langsam aber sicher zu einem Schwert geformt wird. Nennen wir es dann Excalibur! ;-D

TRON++
21
22.10.2009, 08:08
Betonung auf "langsam"

Aber nächstes Jahr kommt ganz sicher der Durchbruch.

WoodSTokk
00
21.10.2009, 16:26
"Bei Microsoft seien viele unterschiedliche Sprachen und Betriebssysteme zu behandeln"

MS hat Win2003, Win2008, WinVista, Win7 (XP ist bereits abgelaufen).
Unterstützt werden 2 Architekturen (i386, amd64).
Das ist jetzt schon eine Menge verglichen mit Debian, die haben nur OldStable, Stable, Testing, Sid und die laufen auch nur auf ca. 15 Architekturen, also kein Vergleich, MS hat da wirklich verdammt viel zutun.
Und Sprachen Unterstützt MS ja auch alle dieser Welt, deshalb hat sich Indien ja auch für Debian entschieden weil die meisten Dialekte ihres Landes unterstützt werden.

Der Unterschied liegt einfach darin, daß es bei OpenSource ums Image.
Propritäre Softwarehersteller wollen Geld verdienen und da ein Update kostenlos sein muß, verdienen sie nichts daran obwohl einige Mannstunden dafür aufgewendet werden.

xapient
02
21.10.2009, 12:38
Dass Anbieter proprietärer Software Probleme nur selbst lösen können, stimme zwar - sei aber ein fragwürdiges Argument.

und wieso sollte das fragwürdig sein? es stimmt und wurde von ihm dann auch nicht wirklich wiederlegt.

den linuxkernel zb. verwenden ALLE distributoren.. gibt es hier was zu patchen sind daumenmalpi 100 parteien dahinter das schnellstmöglich zu tun.. und dann noch alle fähigen ITler der welt die sich damit gerade beschäftigen (zb. auch firmen die es betrifft mit dem notwendigen knowhow) das potential den patch schneller, wenn nicht sofort zu verfügung zu haben ist einfach gegeben und jede grosse firma wird diesen patch vom sysadmin einspielen lassen der nicht gezwungenermassen darauf angewiesen ist diesen in einem schönen paket vom distributor geliefert zu bekommen.. und selbst wenn sind die erfahrungsgemäss sehr schnell ausgeliefert..

zungl888
03
21.10.2009, 11:00
Nichts im Leben ist ohne Probleme !

Also mich stoert das updaten im Ubuntu wesentlich weniger als frueher im Windows.
Hab bei zig Updates bis heute nur einmal erlebt dass er einen Restart verlangt hat.
Wenn die Aktualisierungsverwaltung anspringt zieh ich das Ding auf den 4. Desktop da kann er dann rurcheln solange er will, stoert ja nicht.
Ausserdem zu was soll ich ein Kernel Guru sein, weiss nicht einmal richtig was das eigentlich ist, da gibts schon intelligentere die sich drum kuemmern.
Muss ich jetzt bei meinem Auto auch verstehen wie die Motronic funktioniert um es starten zu koennen ?, sind schon edel die "Experten" wie sie sich um uns DAU's kuemmern !

Applaus, Applaus.
01
23.10.2009, 10:25
"da kann er dann rurcheln solange er will"

hehe, genau das ist der punkt bei multiplen desktops, ich glaub besser kann man das nicht formulieren ;))

Robert Dunkelwand
 
00
21.10.2009, 10:57
"Bei Microsoft seien viele unterschiedliche Sprachen und Betriebssysteme zu behandeln - was für schnelle Problembehebungen kein Vorteil sein dürfte."

Ahja...is' klar...und das als Aussage wie schnell man bei Microsoft reagiert Linux gegenüber gestellt?

Brillenaffe
04
21.10.2009, 11:06
"Bei Microsoft seien viele unterschiedliche Sprachen und Betriebssysteme zu behandeln - was für schnelle Problembehebungen kein Vorteil sein dürfte."

Was für eine coole Aussage :-)

Bei Ubuntu, Mandriva, Fedora, ... werden wohl ein paar Quäntchen mehr an Prozessoren unterstützt. Zum Glück sind die Sprachpakete extra und haben nichts mit dem Kernel gemein... Bei Windows kann ich mir das mit den Sprachen ja so vorstellen, dass die Updates noch in die jeweilige Sprache übersetzt werden müssen. Bei Linux bleibt und ist die "Erklärung" eines Updates in Englisch. ;-)

zungl888
00
21.10.2009, 11:09

Eine Frage an Sie als Experten, kann ich eigentlich bei Ubuntu von Deutch auf Englich wechseln ohne neu zu installieren ? hab die Einstellung in System gefunden trau mich aber nicht so richtig.

renegade22
00
26.10.2009, 08:18

wie schon gesagt unter System->Systemverwaltung-> Sprachunterstützung installieren und Anschließend beim Login die gewünschte Sprache auswählen

Brillenaffe
00
21.10.2009, 11:33

System->Systemverwaltung-> Sprachunterstützung

Bei Englisch sollte nichts mehr heruntergeladen werden - kann aber dennoch noch vorkommen.
Das ändern der Sprache ist im Grunde genommen super easy. ;-)

. Carnap
00
21.10.2009, 19:10

Im Grunde genommen!

Meine Wenigkeit mit viel Senf
00
21.10.2009, 14:52
Im Ubuntu

kann ich sogar jede Anwendung in einer eigenen Sprache starten! (Falls das entsprechende Sprachpaket installiert ist.) Einfach LANG-Variable vor Aufruf der Applikation setzen. Entweder ein kleines Shellscript dafür, oder eben über das Terminal.

Schaut schon lustig aus, wenn auf demselben Desktop ein OO in Russisch neben einem Gimp in Japanisch und einem Nautilus in Batang offen ist... :-) Der Vorteil von Linux ist ja, dass absolut jedes Programm aus der Shell gestartet werden kann.

Übrigens: Dass der Windows-Kernel sprachabhängig sei, das kann nur jemand behaupten, der offenbar nicht mal Windows kennt... Aber gut, er weiß ja auch nicht, dass 2003, 2008, Vista und 7 ein und denselben Kernel haben...

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